Mo, 10. Dezember 2018

Partei im Umbruch

08.12.2018 11:05

Junge-Union-Chef ist neuer CDU-Generalsekretär

Der Chef der Unions-Nachwuchsorganisation Junge Union, Paul Ziemiak, ist neuer CDU-Generalsekretär. Die rund 1000 Delegierten wählten ihn am Parteitag in Hamburg auf Vorschlag der neuen CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer am Samstag mit mageren 62,8 Prozent. Der 33-Jährige bezeichnete dies als „ehrliches Ergebnis“, das für ihn ein Ansporn sei.

Der 33-jährige Ziemiak gilt als Freund von Gesundheitsminister Jens Spahn, der im Rennen um den Vorsitz unterlegen war. Kramp-Karrenbauer spricht mit der überraschenden Personalie sowohl die Jungen in der Partei als auch konservative Kritiker der Politik der bisherigen Vorsitzenden Angela Merkel an. Dies wäre auch ein Signal Kramp-Karrenbauers, mit dem sie eine tiefere Spaltung der Partei verhindern will.

„Klaren Kurs und klare Sprache“ gefordert
Mit einem Bekenntnis zu klassisch konservativen Werten hatte sich Ziemiak um das Amt des neuen CDU-Generalsekretärs beworben. Vor den Delegierten des Bundesparteitages forderte er am Samstag die Erneuerung der deutschen Regierungspartei „mit einem klaren Kurs und einer klaren Sprache. Wir müssen die Partei des Rechtsstaats sein“.

Kramp-Karrenbauer löste Merkel ab
Am Freitag war die frühere saarländische Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer in einer Kampfabstimmung gegen Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz zur Nachfolgerin von Kanzlerin Merkel zur CDU-Vorsitzenden gewählt worden.

„CDU ist nur stark, wenn alle an einem Strang ziehen“
Am zweiten Tag des Parteitags stand auch eine Rede von Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus auf dem Programm. Er hatte seine Partei nach der Wahl von Kramp-Karrenbauer zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung aufgerufen. „Allen ist nach dieser Wahlentscheidung klar, dass die CDU nur stark ist, wenn alle Parteimitglieder und alle Parteiflügel an einem Strang ziehen“, sagte Brinkhaus in Hamburg.

„Dieser Wille ist so verbreitet, wie lange nicht.“ Er lobte den unterlegenen Kandidaten Friedrich Merz, der seine Anhänger zur Unterstützung der neuen Vorsitzenden aufgerufen hatte. Ihm gebühre dafür großer Respekt.

 krone.at
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