In der ersten K.o.-Runde treffen die Salzburger am 18. und 25. Februar auf den belgischen Meister Standard Lüttich. Im Achtelfinale würden danach entweder Panathinaikos oder AS Roma warten. "Wir werden in der Europa League nicht jedes Spiel gewinnen", trat Beiersdorfer nach sechs Siegen in sechs Gruppenspielen auf die Euphoriebremse. "An Hamburg zu denken, wäre völlig vermessen." Dort, in Beiersdorfers langjähriger Wahl-Heimat, steigt am 12. Mai das Finale.
"Wichtig ist, dass wir einen weiteren Schritt setzen, um uns unter den europäischen Spitzenvereinen zu etablieren", meinte der 46-jährige Deutsche. Dafür sei auch der Meistertitel ein wichtiges Etappenziel. "Wir wollen am Ende wieder ganz oben stehen." Mit Wallner haben die Salzburger die lange gesuchte Verstärkung im Angriff gefunden. Der 27-Jährige ist mit 14 Ligatoren für den LASK Führender der Schützenliste und gilt als Ergänzung zu Marc Janko.
Keine weiteren Verpflichtungen
Weitere Verpflichtungen sind im Winter nicht geplant. "Wir wollen mit diesem Kader in die Saison starten", sagte Beiersdorfer. Für die zu den Red Bull Juniors abgeschobenen Rene Aufhauser und Anis Boussaidi werden noch neue Klubs gesucht. "Wir wollen sie abgeben, um jungen Spielern einen Platz und eine Perspektive zu bieten", erklärte Beiersdorfer. Auf die auslaufenden Verträge von Alexander Zickler, Christoph Leitgeb, Barry Opdam und Heinz Arzberger wollte der Sportchef nicht näher eingehen.
"Einen Spieler wie Leitgeb wollen wir logischerweise längerfristig an den Verein binden", sagte Beiersdorfer. Gleiches gelte auch für Niko Kovac als Trainer der Juniors, die zu Saisonende aus der Ersten Liga absteigen müssen. "Er wird auch in der Regionalliga Trainer bleiben", versicherte der Sportdirektor. "Er ist ein Mann mit sehr viel Erfahrung, und für ihn ist es das optimale Betätigungsfeld, um sich weiterzubilden. Das Ansinnen von Red Bull ist es, die eigenen Leute zu fördern und weiterzuentwickeln."
Ende des Kunstrasens?
Beiersdorfer gilt auch als erklärter Gegner des Kunstrasens. Als solcher ist der Deutsche nach wie vor bestrebt, dass im Sommer ein natürliches Geläuf im EM-Stadion Wals-Siezenheim verlegt wird. Die Entscheidung liegt aber nicht bei Red Bull allein, sondern als Eigentümer auch beim Land Salzburg und dessen Betreibergesellschaft. Kontakt mit einem Unternehmen in München, das auf äußert witterungsresistenten Naturrasen spezialisiert ist, sei allerdings bereits hergestellt worden, verriet Beiersdorfer.
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