Di, 19. Februar 2019
23.11.2018 15:51

„Zufällig“ ausgewählt

Arbeitsloser fuhr fünf Kinder absichtlich zu Tode

Fünf Kinder im Vorschulalter vor einer Schule zu Tode gefahren - diese Schreckensnachricht von einem zunächst als „großen Verkehrsunfall“ bezeichneten Drama in China war am Donnerstag um die Welt gegangen. Am Freitag die traurige Gewissheit: Der 29-jährige Fahrer hat sein Auto absichtlich in die Kindergruppe gesteuert, nachdem er zuvor über Selbstmord nachgedacht hatte.

Der Mann dürfte die Horror-Tat wegen Konflikten mit seiner Ehefrau begangen haben, hieß es am Freitag. Der Arbeitslose aus der Provinz Liaoning habe über Suizid nachgedacht, berichtete die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Stattdessen habe er am Donnerstag seinen Wagen in die Kindergruppe gesteuert.

Seine Opfer habe der Mann „zufällig“ ausgewählt, hieß es in dem Bericht weiter. Er tötete in der Nähe einer Volksschule in der Stadt Huludao fünf Kinder, die gerade die Straße überqueren wollten, und verletzte 16 weitere Kinder sowie zwei Lehrer und einen Passanten. Der 29-Jährige wurde unmittelbar nach der Tat festgenommen. Zunächst war aber unklar gewesen, ob es sich um Absicht oder einen Unfall handelte.

Angriffe auf Kinder in China keine Seltenheit
Angriffe auf Kinder sind in China keine Seltenheit. Im April hatte ein mit einem Messer bewaffneter Mann in einer Schule im Norden der Volksrepublik neun Kinder getötet und etwa zehn weitere verletzt. Der Täter nannte Mobbing während seiner eigenen Schulzeit als Motiv.

Die Zahl der Gewaltverbrechen ist in der Volksrepublik, in der die Kluft zwischen Arm und Reich deutlich zugenommen hat, seit Jahren im Steigen begriffen. Außerdem nehmen Studien zufolge psychische Störungen in Chinas Bevölkerung zu. Anfang November etwa kamen 13 Buspassagiere ums Leben, als ihr Bus wegen einer Handgreiflichkeit zwischen dem Fahrer und einer Passagierin von einer Brücke stürzte.

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