21.11.2018 06:00 |

„Abreibung“ verpasst

Rache-Attentat mit Vierkantholz auf Wiener Manager

Unter dem Titel „Schwerer Raub“ flatterte Anfang November eine Aussendung der Wiener Polizei in die Redaktionsstuben - zwei Wochen später wird allerdings von einem anderen Hintergrund ausgegangen: Das Opfer, ein Top-Manager, könnte gezielt angegriffen worden sein. Die Spur führt in die Baubranche.

5. November, 7.30 Uhr, eine Wohnsiedlung ganz im Süden von Wien: An der Ecke Laziusstraße/Traviatagasse herrscht relativ reges Treiben, Eltern bringen ihre Sprösslinge in den Kindergarten, Jogger nutzen einen nahen Park für Morgensport. Rudolf M. (Name geändert) wohnt gleich ums Eck. Wie jeden Tag zur gleichen Zeit macht sich der Manager eines Bauunternehmens auf den Weg zur Arbeit. Plötzlich baut sich ein Unbekannter vor ihm auf und schlägt mit einem Vierkantholz mehrmals zu. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite beobachtet ein Komplize den Überfall, wie Augenzeugen bestätigen.

Arm- und Schädelbruch, Hirnblutung
Der 54-Jährige kann die ersten Hiebe noch abwehren, ein Schlag trifft den Kopf - das Opfer geht zu Boden, der Angreifer macht sich mit der geraubten Aktentasche und der Tatwaffe davon. Im Spital sollten später Arm- und Schädelbruch sowie eine Hirnblutung festgestellt werden - elf Tage lag der Geschäftsmann im Krankenhaus, jetzt wird er von Sicherheitsleuten bewacht.

Denn nach Befragungen des Opfers und weiterer Zeugen wird in eine ganz andere Richtung ermittelt: Im Hintergrund tobt ein Konflikt zweier Bauunternehmen um die Vergabe eines Millionenprojekts. Das Motiv für eine „Abreibung“ im Mafia-Stil?

Das Landeskriminalamt (Gruppe Kerschbaum) fahndet nach zwei Männern, 30 bis 40 Jahre alt, beide ca. 175 Zentimeter groß, südländisch. Hinweise an 01/31310- 99 57212.

Oliver Papacek und Christoph Budin, Kronen Zeitung

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