Tagelanges „Blackout“

Plötzlich fiel Strom in halb Kärnten aus...

Kärnten
15.11.2018 07:53

Ob Sturmtief, Schneechaos oder Überflutung - mittlerweile werden Kärntens Regionen jedes Jahr von Unwetterkatastrophen getroffen. Um die Zusammenarbeit von Einsatzorganisationen und Behörden bei einem tagelangen Blackout (Stromausfall) auf die Probe zu stellen, ging in Ostkärnten und der Landesregierung testweise „das Licht aus“. Der Zivilschutzverband verrät, was man immer zuhause haben sollte, um im Ernstfall „überleben“ zu können.

„Es ist Feber und tiefer Winter. Ein europaweiter Stromausfall stellt Ostkärnten vor nie dagewesene Probleme. Das öffentliche Leben ist zum Erliegen gekommen und Experten können noch keine Auskunft über die Dauer des Stromausfalls geben“ - ein solches Blackout ist das Szenario der Katastrophenschutzübung „Combined Success 2018“, die von Dienstag bis Donnerstag von insgesamt rund 120 Teilnehmern bewältigt werden muss.  Erstmals werden drei Bezirke und ein Magistrat gleichzeitig beübt. So wurden in St. Veit, Wolfsberg, Klagenfurt-Land und der Landeshauptstadt Bezirkskrisenstäbe eingerichtet.

„Wichtig ist vor allem die Kommunikation von Gemeinden zu Bezirken und Landeskrisenstab. Notfalls mit Analogfunk“, sagt der Kärntner Katastrophenschutzbeauftragte Markus Hudobnik: „Die Erkenntnisse dieser Übung werden in einen neuen Alarmplan eingearbeitet, um im Ernstfall mit allen Akteuren noch effektiver zusammenarbeiten zu können.“

Die Evakuierung der Landesregierung
Während in den betroffenen Bezirken das Licht nur „fiktiv“ ausging, wurde es in der Kärntner Landesregierung am Mittwoch jedoch tatsächlich dunkel. Übungsleiter Hudobnik zog um 13.30 Uhr den Stecker und leitete am Arnulfplatz 1 zugleich auch die Evakuierung des Gebäudes ein.

Notausgabe der „Kärntner Krone“
Auch die „Kärntner Krone“ ist für ein Blackout gerüstet. Im Ernstfall kann noch eine eigene Notausgabe mit allen wichtigen Informationen und Appellen gedruckt und in die Katastrophengebiete gebracht werden. Am Mittwoch wurden die ersten „Not-Exemplare“ in der „Mobilen Redaktion“ vor Ort ausgearbeitet.

Wie man im Ernstfall „überleben“ kann
Jederzeit kann die Stromversorgung unterbrochen, das Haus von der Außenwelt abgeschnitten werden, das zeigten die jüngsten Unwetter in Kärnten und Osttirol. Was man haben sollte, um dennoch eine Woche lang recht gut zu leben, ist gar nicht viel. Der Kärntner Zivilschutzverband hat zusammengefasst, was in einem krisensicheren Haushalt keinesfalls fehlen darf.

„Man sollte in jedem Fall über eine Notkochgelegenheit, Notbeleuchtung und ein kleines Lebensmittel-Depot verfügen“, sagt Anton Podbevsek, der Direktor des Zivilschutzverbandes Kärnten. Denn krisensicher sei ein Haushalt dann, wenn er nicht auf spontane oder tägliche Einkäufe angewiesen sei. Ideal sei ein Zusatzherd, mit dem man kochen und heizen kann.

In den vielen Mehrparteienhäusern, die keinen Kamin haben, sollten Campingkocher vorhanden sein. Gekocht werden können darauf lang haltbare Lebensmittel wie Teigwaren, Reis, Hirse, Grieß, Haferflocken. Gelagert haben sollte man auch Obst- und Gemüsedosen sowie weitere Konserven, vakuumverpacktes Brot und Zwieback, Tees, Kaffee, Milchpulver, Fruchtsäfte und ausreichend Mineralwasser. Podbevsek: „Medikamente, Verbandsmaterial und ein Batterieradio gehören ebenfalls zur Notausrüstung.“

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