Di, 13. November 2018

Der Eishockey-Teamchef

08.11.2018 16:33

88 Legionäre in der EBEL: Bader freut das nicht!

Österreichs Eishockey-Team ist dieser Tage beim Turnier in Danzig im Einsatz. Trainer Roger Bader sprach mit der „Krone“ über die Fortschritte und Sorgenkinder…

„Krone“: Herr Bader, was erwarten Sie sich von den drei Matches in Danzig gegen Norwegen, Dänemark und Gastgeber Polen?
Roger Bader: Wir verfolgen unsere Prinzipien, wollen ein hohes Tempo gehen, hohe Intensität erzeugen. Dabei nicht nur reagieren, sondern auch unser Spiel durchziehen.

„Krone“: Inwiefern hat sich der Klassenerhalt in der A-Gruppe positiv ausgewirkt?
Bader: Wir konnten unser Programm weiter verbessern. Ich habe durchgesetzt, dass wir nun auch im Dezember ein Turnier spielen. Das ist neu und etwas, das wir schon längst haben müssten. Klubs und Liga haben es schlussendlich akzeptiert.

„Krone“: Apropos Liga: Dort tummeln sich in den acht österreichischen Klubs 88 Legionäre.
Bader: Das freut mich überhaupt nicht, ist fürs Nationalteam nicht positiv. Es ist nicht überall gleich, gibt auch positive Akzente, wie die Entwicklung von Stürmer Nissner bei den Vienna Capitals.

„Krone“: Große Probleme kündigen sich in Blickrichtung WM 2019 in der Slowakei auf Österreichs Tormann-Sektor an.
Bader: Dass in unserer Liga kein heimischer Torhüter Nummer 1 ist und die meisten unserer Nationalteam-Goalies derzeit nur jedes dritte Spiel absolvieren, ist ein wirklich schlechter Zustand.

„Krone“: Das Programm bis zur WM ist mit Tests unter anderem gegen die Schweiz, Tschechien, Deutschland und Kanada qualitativ hoch wie nie.
Bader: Ich habe in erster Linie eine sehr gute Unterstützung von Präsident Gernot Mittendorfer. Er versteht, was nötig ist, damit wir uns als Eishockey-Nation weiterentwickeln können.

„Krone“: In Danzig bekommen auch zuletzt verletzte Cracks und Talente ihre Chance.
Bader: Einige sind auch wegen der mittelfristigen Ziele dabei, etwa die angepeilte Qualifikation für Olympia 2022. Ich traue ihnen durchaus zu, zu überraschen.

Christian Reichel, Kronen Zeitung

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