Mieterin gefangen

Feueralarm: Sicherheitstüren stoppen die Retter

Feuer im Linzer Hochhaus in der Rilkestraße, die 55-jährige Mieterin lag bewusstlos im Qualm - doch die Einsatzkräfte konnten die versperrte Tür nicht aufbrechen: Das Sicherheitsschloss stoppte sie, das Öffnen hätte bis zu 20 Minuten gedauert! In diesem Fall konnten die Retter über Leitern durchs Fenster eindringen.

70 bis 75 Prozent der Eingangstüren zu Häusern und Wohnungen in Oberösterreich dürften Schätzungen zufolge bereits mit Sicherheitstüren ausgestattet sein. „Bei den derzeit üblichen Türen mit Widerstandsklasse 3 oder 4 dauert das Öffnen da schon zehn bis zwanzig Minuten“, weiß Manuel Wonderka, Berater und Verkäufer beim „Haus der Schlösser“ in Linz.

Mühsames Öffnen
Diese Sicherheitstüren lassen sich auch nicht einschlagen. „Sie haben ein oder zwei Metalleinlagen, die sind sechs Millimeter stark“, so Wonderka. Öffnen könnte man sie nur mühsam mit Spezialwerkzeug oder durch langwieriges Aufkeilen.

Türe war versperrt
Da würde bei Rettungseinsätzen viel zu viel Zeit verstreichen. So hatte Mittwochabend im Linzer Hochhaus in der Rilkestraße der automatische Brandmelder die Berufsfeuerwehr alarmiert. Weil die Sicherheitstüre zur Brandwohnung aber versperrt war, mussten die Helfer über eine Steckleiter beim Fenster im 1. Stock eindringen, wo ein Kochtopf einen Brand ausgelöst hatte, die 55-jährige Mieterin bewusstlos in der Wohnung lag. Sie wurde gerettet, die Räume sind unbenutzbar.

„Wir tun uns bei Türen immer schwerer, müssen bei jedem derartigen Einsatz mit Wohnungsöffnung neu entscheiden, wie wir vorgehen“, erklärt Ing. Gerhard Kren von der Linzer Berufsfeuerwehr.

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