Dramatische Bergung

Lkw-Lenker verirrte sich mit Navi im Nationalpark

Oberösterreich
07.11.2018 10:04
Porträt von krone.at
Von krone.at

Von seinem Navi wurde ein türkischer Lastwagenlenker im Nationalpark Kalkalpen in Oberösterreich böse in die Irre geleitet. Der Berufschauffeur landete mit seinem 38 Tonnen schweren Gefährt auf unbefestigten Forstwegen und drohte schlussendlich 30 Meter in die Tiefe zu stürzen.

Ein 52-jähriger türkischer Kraftfahrer fuhr mit einem Sattelzugfahrzeug (38-Tonner) unter Missachtung von drei Fahrverbotstafeln auf mehreren Forststraßen im Nationalpark Kalkalpen. Im Bereich des „Saigerinbaches“ im Gemeindegebiet von Weyer kam er auf der immer enger und steiler werdenden Forststraße zum Stehen.

Felswand gestreift
 Beim Versuch, sich aus der misslichen Lage zu befreien, rutschte der Lkw zurück und streifte mit dem Anhänger eine Felswand. Dadurch wurde der Anhänger mit den hinteren Achsen über die Fahrbahn hinausgedrückt und drohte 30 Meter über die senkrechte Böschung in den „Saigerinbach“ abzustürzen.

Förster schlug Alarm
 Ein Nationalparkförster bemerkte den über dem Abgrund hängenden Lkw-Zug und alarmierte die Einsatzkräfte. Die aufwendige Fahrzeugbergung wurde von den FF Unterlaussa und Steyr mit insgesamt 25 Einsatzkräften unter Beiziehung eines 50-Tonnen-Kranes bewerkstelligt. Vor der eigentlichen Bergung musste die enge Forststraße mit Bagger und Laderaupen verbreitert werden.

Navi war schuld
 Der Lkw Lenker gab zur Unfallursache an, er sei den Angaben des Navigationsgerätes gefolgt.

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