0:5 in Europa League

Debakel! Rapid von Villarreal gnadenlos abgeknallt

Nächste peinliche Pleite für Rapid! Der Rekordmeister verlor nach dem 0:3 in Hartberg auch sein Europa-League-Spiel bei Villarreal am Donnerstag mit 0:5. Pablo Fornals (26.), Karl Toko Ekambi (30.) und ein Eigentor von Mateo Barac (45.) sorgten schon in Halbzeit eins für klare Verhältnisse. Nach dem Wechsel machten Daniel Raba (63.) und Gerard Moreno (85.) das grün-weiße Debakel endgültig perfekt. Und das, obwohl die Spanier die letzten zehn Minuten in Unterzahl agieren mussten. Rapid steckt auch unter Neo-Coach Didi Kühbauer weiter tief in der Krise.    

In der Bundesliga als Neunter klar hinter dem Plansoll, kassierte Rapid fünf Tage nach dem 0:3 gegen Hartberg international den nächsten Dämpfer. Der Auftritt der Grünweißen in der Kleinstadt nahe Valencia verlief ernüchternd. Dabei wollten die Wiener im Estadio de la Ceramica aus einer kompakten Defensive agieren. Deni Alar war die einzige nominelle Spitze, in der Rückwärtsbewegung machte bei den Hütteldorfern eine Fünferkette dicht. Die Chance, Villarreal zu überraschen, war groß wie nie, dachte man. „El Submarino Amarillo“ holte zuletzt zwar ein 1:1 gegen Atletico Madrid, ist aber nur 16. in der Primera Division und schonte Akteure wie den langjährigen spanischen Teamspieler Santi Cazorla (33).

Dritter Versuch sitzt
Eine Abwehrschlacht entwickelte sich für Rapid nicht. Schwer machte es sich die Kühbauer-Elf selbst. Richard Strebinger wollte klären, schoss jedoch Ekambi an. Der Ball kullerte am Tor vorbei (8.). Ekambi ließ alleine vor Strebinger dann zweimal (14., 19.) Zielgenauigkeit vermissen, wobei den Aktionen grobe Schnitzer von Rapids Innenverteidigung vorausgingen. Bei seiner dritten Chance - neuerlich war Rapids Abwehr nicht im Bilde - machte es der Kameruner besser. Von Strebinger abgedrängt, legte er für Fornals auf, der volley vollendete.

Eigentor erzwungen
Rapid war angeschlagen und fing sich das 0:2 ein. Ekambi erwies sich endgültig als Schrecken der grünweißen Abwehr. Mit einem Haken ließ er seine Gegenspieler stehen und schloss knallhart ab. Es hätte vielleicht anders kommen können, hätte Alar bei der einzigen Chance der Wiener in der ersten Spielhälfte besser reagiert. Im Strafraum etwas glücklich an den Ball gekommen, produziert der Angreifer in der 11. Minute nur einen Roller aufs Tor. Viel mehr war offensiv von den Gästen nicht zu sehen. Kurz vor dem Pausenpfiff kam der nächste Rückschlag. Wieder war es Ekambi, der nach einer Flanke per Kopf schneller war als Barac, der den Ball ins Tor ablenkte.

Kühbauer reagiert
Erinnerungen an das 0:6 bei Valencia im Sechzehntelfinale der Europa League 2016 wurden wach. Kühbauer reagierte, brachte Andrei Ivan für Marvin Potzmann und stellte auf eine Viererkette um. Dem ungeachtet, hätte Ekambi weiter nachlegen können (49.). Veton Berisha musste danach leicht benommen vom Feld, nachdem er unsanft mit dem Hinterkopf auf den Rasen gelandet war.

Tor in Unterzahl
Villarreal agierte nun im Schongang, traf aber durch Raba noch ein weiteres Mal. Im Finish musste noch Jaume Costa nach einer „Schwalbe“ mit Gelb-Rot vom Platz. Der eingewechselte Moreno legte trotzdem noch ein weiteres Tor für die Hausherren nach.

Villarreal vor Rapid
Für Villarreal war es der erste Heimsieg in dieser Saison überhaupt. Vier Tore hatten sie zuvor in Summe in sechs Auftritten zu Hause geschossen. Rapid gelang indes auch im fünfte Europacupspiel in Spanien in Folge (seit 1976) kein Treffer. Ivan hätte die Torsperre in der 90. Minute fast beendet, scheiterte mit einem Volley aber am gegnerischen Torhüter. Villarreal (5 Punkte) schob sich an Rapid (3) vorbei auf Rang eins, auf Platz zwei liegen punktegleich die Glasgow Rangers (5) nach einem 0:0 gegen Spartak Moskau (2). Der nächste Europa-League-Auftritt von Rapid ist das Rückspiel gegen Villarreal am 8. November in Wien.

Statistik zum Spiel:

Villarreal, Estadio de la Ceramica, 15.000, SR: Özkahya (TUR)

Tore:
1:0 (26.) Fornals
2:0 (30.) Ekambi
3:0 (45.) Barac (Eigentor)
4:0 (63.) Raba
5:0 (85.) Moreno

Villarreal: Fernandez - Liambrich, Alvaro, Funes Mori, Costa - Caseres (78. Cazorla), Trigueros - Raba (70. Moreno), Fornals (65. Chukweze), Layun - Ekambi
Rapid: Strebinger - Potzmann (46. Ivan), Müldür, Sonnleitner, Barac, Bolingoli - Murg (77. Knasmüllner), D. Ljubicic, Schwab, Berisha (59. Thurnwald) - Alar

Gelb-Rot: Costa (79./Foul/Unsportlichkeit - damit im Rückspiel gesperrt)
Gelbe Karten: Trigueros, Caseres bzw. Murg

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