Projekt extrem teuer:

Hohe Linzer Seilbahn-Ziele werden zurückgeschraubt

Oberösterreich
17.10.2018 18:02

In 29 Minuten von Ebelsberg bis zum Pleschinger See! Das geht bei wenig Verkehr bestenfalls mit dem Auto - und sonst nur mit einer Seilbahn. Die trotz konkreter Pläne aber mehr als in Schwebe ist. Grund sind die hohen Kosten.  Wie berichtet, würde der Vollausbau 283 Millionen € kosten. Es gibt auch einen „Plan B“.

„Wir müssen nicht alle drei Etappen auf einmal bauen, oberste Priorität hat der erste Abschnitt von Ebelsberg bis zur Vöest“, hält Verkehrsstadtrat Markus Hein (FPÖ) an der Stadtseilbahn fest. Für den „Plan B“ müssten „nur“ 110 Millionen Euro von Bund, Land und Stadt locker gemacht werden.

Erstes Teilstück ist 3,5 Kilometer lang
 
„Für die Entspannung auf den Straßen wären dieses 3,5 Kilometer lange Teilstück besonders wichtig“, betont Hein. Die Fahrzeit würde bei neun Minuten liegen. Alle 23 Sekunden könnten schwindelfreie Pendler in eine der riesigen Gondeln einsteigen - zum Teil in 100 Metern Höhe. „Man steigt vom Parkplatz in den Lift.  Oben angekommen kann man auch schon los fahren“, ließ Hans-Georg Leitner von der Firma Baucon bei der Präsentation der Machbarkeitsstudie wissen.

Proteste der Anrainer
 
Allerdings ist der erste Abschnitt auch der heikelste. Die Trasse führt im Gegensatz zu den anderen zwei Etappen großteils über Privatgrundstücke. Die Anrainer schlagen bereits Alarm: „Die Türme passen nicht ins Ortsbild - und eine Streckenführung über Privatgrund kann ich mir schwer vorstellen“, ist Michael Mandl von der Bürgerinitiative Linz-Süd sauer. „Bei einem Bau würde das Eisenbahngesetz angewendet werden. Dieses ermöglicht auch Enteignungen der Grundstücke. Ich hoffe, dass es dazu aber nicht kommen muss“, so Hein.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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