Fr, 16. November 2018

„Keine Gewalt dulden“

15.10.2018 11:08

Messerstecher nach Attacke in Zug nun in U-Haft

Über einen 18-Jährigen, der in der Nacht auf Samstag Fahrgäste in einem Zug in Feldkirch attackiert und zwei Männer mit einem Messer verletzt hatte, ist Untersuchungshaft verhängt worden. Der afghanische Asylwerber befindet sich in der Justizanstalt Feldkirch. „Der Hintergrund der Tat ist weiterhin unklar und Gegenstand der Ermittlungen“, sagte ein Polizeisprecher.

Der 18-Jährige ging unmittelbar nach seinem Einsteigen in den Zug ohne ersichtlichen Grund auf einen 27-Jährigen los. Als andere Fahrgäste versuchten, den Mann zu beruhigen, zog dieser ein Klappmesser und verletzte einen 44-Jährigen am Rücken. Vier Personen hielten den 18-Jährigen bis zum Eintreffen der Polizei am Bahnsteig fest. Dabei erlitt einer der Männer eine Schnittverletzung an der Hand. Der 44-Jährige wurde ins Spital gebracht. Der zweite Verletzte wurde noch in der Nacht ambulant behandelt.

Der Afghane war bereits vor seiner Attacke im Zug aufgefallen. Gegen 3 Uhr wurde er dabei beobachtet, wie er am Bahnhof Feldkirch zweimal über die Gleise lief, als sich ein Zug näherte. Anschließend stieg er in den Zug nach Bludenz und griff den 27-Jährigen an.

„Gewalt darf in keiner Form geduldet werden“
Vorarlbergs Sicherheitslandesrat Christian Gantner (ÖVP) forderte am Montag das Innenministerium auf, eine rasche Entscheidung im laufenden Asylverfahren des 18-Jährigen zu treffen. „Ausländische Gewalttäter, welche bei uns Schutz und Asyl suchen, dann aber als Messerstecher auf Mitmenschen losgehen und diese verletzen, müssen rasch aus der Asylwarteschleife herausgenommen werden“, sagte der Landesrat. Wer in Vorarlberg und Österreich Schutz und Asyl suche, müsse wissen, dass man sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten habe. „Vor allem Gewalt darf in keiner Form geduldet werden. Wer das nicht einsehen will, hat hier keinen Platz“, betonte Gantner.

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