GP von Russland

Warnung an Bottas: „Ich weiß, was er getan hat“

Formel 1
30.09.2018 08:32
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Sebastian Vettel, in der WM 40 Punkte hinter Lewis Hamilton, startet am Sonntag (13.10 Uhr) in Sotschi nur aus der zweiten Reihe, gibt sich aber trotz großen Rückstands nicht geschlagen und klammert sich an einen „alten“ Strohhalm. Auch beim Grand Prix von Russland erstrahlt die erste Reihe ganz in „Silber“. Aber nicht Lewis Hamilton, sondern sein Teamkollege Valtteri Bottas sicherte sich im 5,848 Kilometer langen Autodrom Startplatz eins. Sebastian Vettel (Ferrari) schöpft seine vage Hoffnung aus der Vergangenheit.

„Ich habe Valtteri gewarnt - ich habe nicht vergessen, was er 2017 getan hat“, lächelte Vettel nach dem Qualifying. Im Vorjahr gelang es Bottas von Startplatz drei, beide Ferraris bis Kurve zwei zu überrumpeln und seinen ersten GP-Sieg einzufahren. Vettel: „Vielleicht schaffe ich es ja am Sonntag.“

Knapp sechs Zehntel fehlten dem Heppenheimer auf Bottas. „Der Abstand hätte schon ein bisschen geringer ausfallen sollen, aber wir haben trotzdem ein starkes Auto. Mal abwarten“, meinte Vettel und sagte den „Silberpfeilen“ den Kampf an: „Sollte sich am Start eine Lücke auftun, werde ich zur Stelle sein!“ Der Windschatten könnte ihm auf dem langen Weg bis hin zu Kurve eins behilflich sein...

„Ich zittere noch immer“
Tolle Stimmung herrschte in der Mercedes-Box. „Ich zittere noch immer, aber es fühlt sich sehr gut an“, lächelte Bottas nach der insgesamt sechsten Poleposition seiner Karriere. „Aber das war erst der erste Schritt, ich muss versuchen, am Start die Position zu halten.“ Lob gab’s für den „fliegenden Finnen“ natürlich auch vom Chef. „Die Strecke liegt Valtteri, der hat hier noch nie in einem Qualifying gegen seinen Teamkollegen verloren, das sagt einiges aus. Starke Runde“, meinte Teamchef Toto Wolff.

Lewis Hamilton vergab seine Pole-Chance Ausgang Kurve sieben, als er weit über die Streckenbegrenzung hinausfuhr. „Es geht eben nicht immer gut. Gratulation an Valtteri“, nahm es der Brite aber gelassen.

Richard Köck, Kronen-Zeitung

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