26.09.2018 05:40 |

Bei Grenzkontrolle

Stopp für Lastwagen am Plöckenpass!

Das ist ein Dolchstoß für die Wirtschaft in Oberkärnten und Osttirol! Die Grenzkontrollen zum EU-Gipfel haben alte Bestimmungen ans Tageslicht befördert und diese bremsen den Lastwagenverkehr am Plöcken gehörig ein. Denn laut Bundesgrenzkontrollgesetz ist der Grenzübertritt nach Italien mit 7,5 Tonnen limitiert.

„Wir können unseren Betrieb damit zusperren!“, ist der Gailtaler Holzunternehmer und Wirtschaftsbund-Obmann Wolfgang Thurner entsetzt: „Ich habe noch nie etwas davon gehört. Dieses Lkw-Fahrverbot ist eine Katastrophe für ganz Oberkärnten, Osttirol, aber auch Oberitalien, wohin es Geschäftsbeziehungen gibt.“

Faktum ist: Mittels Verordnung hat die Landespolizeidirektion Kärnten das Lkw-Fahrverbot, besser gesagt das Gewichtslimit, vergangene Woche für die Kontrollen zum EU-Gipfel in Salzburg außer Kraft gesetzt. „Jetzt gilt wieder das Limit von 7,5 Tonnen“, sagt Chefinspektor Alfred Fina von der Polizei. Jeder Lastwagen, jeder Holz-Lkw, der somit derzeit die Pöckenpass-Grenze überfährt, macht sich strafbar!

Bekannt war diese Einschränkung scheinbar niemandem, weder Politik, Behörden, noch Interessensvertretungen. „Dieses Lkw-Fahrverbot ist völlig unverständlich. Wir werden deshalb den Bund ersuchen, das Gesetz zu ändern“, so Albert Kreiner vom Land Kärnten, denn die Umwege, die Frächter nehmen müssten, wären einfach viel zu weit.

Hannes Wallner
Hannes Wallner
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