Viele Häuser bedroht
4-Kilometer-Erdrutsch gefährdet Stadt auf Sizilien
Auf Sizilien mussten mehr als 1000 Menschen evakuiert werden, weil ein vier Kilometer langer Abschnitt einer Klippe abgebrochen war. Viele Häuser stehen nun gefährlich nahe am Rand des Abgrunds. Ein Sturm und Regenfälle haben das Unglück verursacht.
Die betroffene Ortschaft befindet sich im Süden der italienischen Insel. Der massive Erdrutsch hatte sich am 25. Jänner ereignet – glücklicherweise wurden keine Todesfälle oder Verletzte gemeldet.
Der Erdrutsch besteht mittlerweile aus einem Hauptbruch in zwei Bögen von vier Kilometern Länge und einer Absenkung, die senkrechte Wände von bis zu 50 bis 55 Metern Höhe entstehen ließ. Straßen sowie Gebäude wurden beschädigt.
Ein Video von dem Unglücksort:
„Die Situation verschärft sich weiter, da weitere Einstürze verzeichnet wurden“, sagte Bürgermeister Massimiliano Conti gegenüber lokalen Medien. Die abgestürzten Erdmassen begrub eine darunter liegende Straße, die in die Stadt führte.
Bürgermeister: „Die Lage ist katastrophal“
Alle Anwohner im Umkreis von vier Kilometern um den Erdrutsch mussten ihre Wohnungen verlassen. „Die Lage ist katastrophal“, sagte der Stadtchef. Niscemi sei derzeit nahezu von der Außenwelt abgeschnitten, da wichtige Verkehrsachsen gesperrt wurden. Schulen bleiben geschlossen, der Zivilschutz entsandte zusätzliche Einsatzkräfte. In einer Sporthalle wurden Notunterkünfte eingerichtet, zahlreiche Bewohner kamen bei Verwandten unter.
Gebiete wohl dauerhaft unbewohnbar
Zivilschutzchef Fabrizio Curcio kündigte die Errichtung einer sogenannten roten Zone an. Die betroffenen Gebiete könnten dauerhaft unbewohnbar bleiben. „Wer dort ein Haus hat, wird nicht zurückkehren können“, sagte Curcio. Weitere Erdrutsche wurden nicht ausgeschlossen. Das Gebiet war bereits vor 29 Jahren von einem ähnlichen Erdrutsch betroffen. Die aktuellen Erdrutsche entstanden durch das Sturmtief Harry, das seit Tagen heftige Regenfälle über Sizilien bringt.
Der Präsident der Region, Renato Schifani, schätzte die Höhe des bisher entstandenen Schadens auf 740 Millionen Euro. Die Stadt an insgesamt 27.000 Bewohner.
Der italienische Ministerrat hat am Dienstagnachmittag den Unwetternotstand für Sizilien, Sardinien und Kalabrien ausgerufen. Die Regierung unter Giorgia Meloni hat für die betroffenen Gebiete 100 Millionen Euro aus dem Fonds für nationale Notfälle bereitgestellt. Die Präsidenten der drei Regionen wurden laut Beschluss bei einer Ministerratssitzung in Rom beauftragt, den Wiederaufbau zu koordinieren.












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