Celtic hatte aus freien Stücken auf einige Schlüsselspieler verzichtet, bei Rapid fehlten Pehlivan wegen einer Gelb-Sperre sowie Heikkinen, Payer, Jovanovic und Gartler verletzungsbedingt. Diese Ausfälle wirkten sich vorerst in nicht nachteilig aus, wie der fulminante Start der Gastgeber bewies.
Die Stimmen zum Spiel und alle Infos zu den anderen EL-Spielen findest du in der Infobox!
Nach Hofmann-Pass sorgte Jelavic mit einem Schuss aus rund 18 Metern, der via Innenstange den Weg ins Tor fand, schon nach 33 Sekunden für die Führung und war damit nur um 17 Sekunden langsamer als bei seinem 1:0-Siegestreffer in der letzten EL-Quali-Runde im Hanappi-Stadion gegen Aston Villa.
Komfortable Führung dank Jelavic und Salihi
Schon sieben Minuten später ließ der Kroate abermals seine Klasse aufblitzen, als er einen Querpass von Salihi aus kurzer Distanz über die Linie beförderte und sein bereits neuntes Europacup-Tor in dieser Saison bejubelte. Rapid fand sich in dieser Phase deutlich besser mit dem aufgrund des Schneefalls äußerst rutschigen Terrain zurecht und ließ Ball und Gegner nach Belieben laufen. Nächster Höhepunkt war in der 19. Minute ein Solo von Jelavic, der ideal für Salihi aufspielte. Der Albaner schoss aus wenigen Metern mühelos zum 3:0 ein.
Danach schlichen sich bei den Wienern Unkonzentriertheiten ein und die Schotten, die davor nur durch einen von Hedl parierten Schuss von Flood (6.) aufgefallen waren, kamen in der 24. Minute zum Anschlusstreffer - Fortune ließ Hedl mit einem Drehschuss aus rund zehn Metern ins Kreuzeck keine Chance. Zwei Minuten später war der starke Payer-Ersatz bei einem McGinn-Schuss aus spitzem Winkel zur Stelle.
Dober muss früh raus
In diesen beiden Aktionen hatte Dober keine glückliche Figur gemacht, was Pacult prompt mit der Auswechslung des Rechtsverteidigers bestrafte. Der Coach brachte Trimmel und setzte damit auf ein äußerst offensiv ausgerichtetes Mittelfeld hinter zwei Spitzen. In der 32. Minute hatte Rapid Glück, als Schiedsrichter Malek übersah, dass Soma Celtic-Stürmer Fortune im Strafraum auf den Fuß stieg.
Einen Kavlak-Schuss vom Sechzehner wehrte Celtic-Schlussmann Boruc zur Ecke (39.) ab, auf der Gegenseite musste sich Hedl bei einem Knaller von McGinn strecken (44.). Gleich nach Seitenwechsel stellte der Rapid-Goalie bei Top-Chancen von McGowan (47.) und McGinn (49.) neuerlich seine Qualitäten unter Beweis.
Schotten immer stärker
Celtic blieb auch danach das tonangebende Team und die Rapidler mussten bis zur 66. Minute (Salihi-Kopfball über die Latte) auf ihre erste gute Möglichkeit nach Wiederanpfiff warten. Praktisch im Gegenzug verkürzten die Schotten auf 2:3. Ein Querpass von McGinn wurde von Katzer entscheidend abgefälscht und Fortune hatte keine Probleme, den Ball über die Linie zu schieben (67.). Kurz darauf hatte Loovens die große Ausgleichschance, köpfte jedoch aus kurzer Distanz drüber.
Bittere Pille in der Nachspielzeit
Die Schotten drückten noch bis zum Schlusspfiff auf ihr drittes Tor und wurden in der 91. Minute durch das 3:3 von McGowan belohnt - sehr zum Ärger der Rapid-Fans, die trotz der Bedeutungslosigkeit der Partie das Happel-Stadion neuerlich füllten und die Hütteldorfer dadurch mit durchschnittlich rund 49.000 Anhängern pro Heimspiel zum Zuschauer-Krösus der Europa-League-Gruppenphase machten.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.