Sa, 19. Jänner 2019

Trump warnt:

23.08.2018 13:32

„Bei Amtsenthebung würde Wirtschaft kollabieren“

„Wenn ich je des Amtes enthoben werden sollte, würde unsere Wirtschaft zusammenbrechen. Ich denke, alle wären dann sehr arm!“ Mit diesen Worten warnte US-Präsident Donald Trump seine Gegner vor seiner Amtsenthebung. Trump reagierte mit dieser Äußerung auf seine wachsenden juristischen Schwierigkeiten, in die ihn sein langjähriger Anwalt Michael Cohen durch Aussagen vor Gericht gebracht hatte.

Cohen hatte Trump unter Eid schwer belastet, als er am Dienstag vor einem Gericht in New York aussagte, er habe auf Trumps Anweisung Schweigegeldzahlungen im Wahlkampf 2016 geleistet und damit gegen Finanzierungsregeln verstoßen. Trump sei ein Mittäter gewesen. Der US-Präsident wies Cohens Vorwürfe als erfunden zurück.

Video: Cohen packt aus

Trump durch Cohens Aussagen in brisanter Lage
Der Fall seines früheren Vertrauten ist für Trump besonders brisant, weil Cohen ihm vor Gericht die Beteiligung an einer Straftat zur Last legte. Cohen gab zu, im Wahlkampf 2016 Schweigegeld an zwei Frauen gezahlt zu haben, die nach eigenen Angaben Sex mit Trump hatten - die Summen betrugen 130.000 und 150.000 Dollar (rund 112.000 bzw. 129.000 Euro).

„Auf Anweisung von Trump gehandelt“
Der Anwalt betonte, er habe dabei „in Abstimmung mit und auf Anweisung von“ Trump gehandelt. Zwar sind Schweigegeldzahlungen als solche nicht illegal - die US-Justiz argumentiert aber, dass es sich dabei de facto um Wahlkampfausgaben gehandelt habe, die als solche hätten deklariert werden müssen. Cohen stützte diese Auffassung vor Gericht: Er habe das Geld gezahlt mit der „Intention, die Wahl zu beeinflussen“.

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