Mi, 14. November 2018

Messungen zeigen:

15.08.2018 10:03

Die Alpen wandern nach Norden - und werden höher

Die Alpen wandern nach Norden - und werden höher. Das haben Forscher der TU München anhand von Messungen durch mehr als 300 GPS-Antennen in den deutschen, österreichischen, slowenischen, italienischen, französischen und schweizerischen Alpen herausgefunden. Im Schnitt wandert das Gebirge demnach im Jahr um einen halben Millimeter nordwärts und hebt sich dabei um 1,8 Millimeter.

Wie das Team vom Deutschen Geodätischen Forschungsinstitut in der Zeitschrift „Earth System Science Data“ berichtet, bestimmt jede GPS-Antenne seit zwölf Jahren im 15-Sekunden-Takt die Position. „Die Daten sind eine Goldgrube für die Geodäsie, die das Ziel hat, die Oberfläche der Erde genau zu vermessen und Veränderungen zu erkennen“, sagt Ko-Autor Florian Seitz. Ein Computermodell veranschauliche nun erstmals flächendeckend die Dynamik des gesamten Alpenraums.

Es zeigt demnach großräumige Bewegungsmuster wie auch regionale Besonderheiten: So wandern die Alpen teils mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1,3 Millimetern pro Jahr nach Nordosten. In Süd- und Osttirol werde diese Bewegung aber überlagert von einer Rotation in Richtung Osten, zugleich werde das Gebirge dort zusammengedrückt. Auch die Hebung sei nicht überall gleich: Im südlichen Teil der Westalpen ist sie gering. In den Zentralalpen an der Grenze zwischen Österreich, der Schweiz und Italien erreicht sie mit über zwei Millimetern ein Maximum.

Die Bewegungen seien die Folge der Gebirgsbildung, die vor 200 Millionen Jahren begonnen habe und bis heute andauere, berichten die Forscher.

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