Sa, 17. November 2018

Klassik-Plattform:

14.08.2018 07:21

Streaming-Dienst beweist Taktgefühl

Per Klick den Reichtum der Klassik live von zu Hause aus erleben: Präsentation mit Papageno auf der Dombogenterrasse

Nachdem nicht jeder ein Konzert-Ticket ergattert, bzw. berappen kann offeriert der Streaming-Dienst „takt1“ den Reichtum der Klassik seit gut zwei Jahren auch im Netz. Die Idee für die digitale Plattform hatte der Dortmunder Konzerthaus-Intendant Benedikt Stampa, der ab 2019 ans Festspielhaus Baden Baden wechselt, und der Professor für Musikjournalismus Holger Noltze. „Wir wollen Live-Konzerte, die täglich rund um den Erdball stattfinden auch aus der Ferne erlebbar machen. Außerdem bieten wir Einführungen sowie exklusive Einblicke hinter die Kulissen, so dass Eingefleischte aber auch Einsteiger die Entstehung eines gelungenen Konzertabends miterleben können“, so Noltze, der gemeinsam mit dem Kunstmagazin Parnass, der Art Salzburg sowie dem DomQuartier „Netflix für Klassik“ nun auf der Dombogenterrasse schmackhaft machte. Dort flimmerten die Stars allerdings nicht live über den Screen, sondern waren hautnah zu erleben. Beim Cocktail servierte nämlich der Papageno aus der Kinderzauberflöte Liviu Holender die Vogelfänger-Arie sowie „Dunkelrote Rosen“ aus der Operette „Gasperone“.

„Dieser Streaming-Dienst ist eine wirklich hervorragende Idee, schließlich kann man dadurch ein neues und vor allem auch junges Publikum für die Klassik gewinnen und letztendlich auch in die Theater- und Konzertsäale dieser Welt locken“, so der Young Singer und Sohn des ehemaligen Wiener Staatsoperndirektors Ioan Holender.

Auch der Tamino aus der großen „Zauberflöte“ Mauro Peter stimmte auf „takt1“ eine Lobeshymne an, schwärmte aber natürlich auch von den Festspielen. „Ich nutze jede frei Minute um so viele Produktionen wie möglich zu sehen, zudem auch viel Freunde wie die wunderbare Asmik Grigorian hier auftreten“, verriet er mit dem Blick auf seine einstige „Herberge“. „Ich hab in meinem ersten Jahr bei den Festspielen direkt gegenüber dieser wunderbaren Terrasse gewohnt, und von dort aus quasi dem Jedermann am Domplatz den Hofmannsthalschen Text von den Lippen abgelesen.“

Reichlich nachzulesen über die darstellende- sowie die bildende Kunst, bietet das Parnass-Magazin, das Chefredakteurin Silvie Aigner natürlich Griff bereit hatte. „Wir sehen es als unsere Aufgabe Kunstinstitutionen und Projekte, sei es in Form von Ausstellung oder eben neuen Plattformen den Lesern zu vermitteln.“

Weitere Informationen finden Sie auf: 

https://www.takt1.de/

Tina Laske
Tina Laske

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