09.08.2018 08:48 |

Schweigen und Appell

Japan gedachte der Opfer der Nagasaki-Atombombe

Mit einem Appell zur weltweiten Abschaffung der Atomwaffen haben die Überlebenden des Atombombenabwurfs vor 73 Jahren auf die japanische Stadt Nagasaki der Opfer gedacht. Nagasakis Bürgermeister Tomihisa Taue mahnte am Donnerstag die rechtskonservative Regierung seines eigenen Landes, ihrer „moralischen Verpflichtung“ nachzukommen, sich in führender Rolle für eine atomwaffenfreie Welt einzusetzen.

Erstmals nahm mit Antonio Guterres ein UNO-Generalsekretär an der Gedenkveranstaltung in Nagasaki teil. Dieser warnte, die Atomwaffenstaaten seien dabei, ihre Arsenale zu modernisieren. Zugleich verlangsamten sich die Abrüstungsprozesse oder seien zum Erliegen gekommen. Er forderte alle Staaten auf, dringend Fortschritte zur Abschaffung von Atomwaffen zu machen.

Um 11.02 Uhr (Ortszeit), dem Zeitpunkt, als am 9. August 1945 die von einem US-Bomber abgeworfene Atombombe „Fat Man“ über der Stadt explodierte, legten die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung eine Schweigeminute ein. Allein in Nagasaki wurden damals etwa 70.000 Menschen durch direkte Einwirkung getötet, 75.000 weitere verletzt.

Drei Tage zuvor hatten die USA bereits Hiroshima durch eine Atombombe mit geringerer Sprengkraft verwüstet. Unter dem Eindruck der Zerstörungen kapitulierte das Kaiserreich Japan am 15. August 1945. Hiroshima und Nagasaki wurden als die ersten - und bislang einzigen - von einer Atombombe verwüsteten Städte weltweit als Symbol für den Frieden bekannt.

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