Di, 23. Oktober 2018

Fahrgäste schwitzen

07.08.2018 07:30

Krone-Test: Bis 42 Grad in den alten O-Bussen

Ein „Krone“-Test in der Sommerhitze zeigte es am Montag deutlich: In den vielen alten O-Bussen der Salzburg AG steigen die Temperaturen bis auf 42 Grad. Fahrgäste nehmen die Verzögerungen in Kauf und warten auf eine moderne Garnitur. Wie lange lässt die Politik die Fahrgäste noch in alten Gefährten schwitzen?

Weibliche Fahrgäste, die ihre langen Haare zu einem Dutt hochbinden, Männer, die unauffällig an ihren T-Shirts ziehen und so versuchen einen kleinen Luftstrom zu erzeugen, Herren, die ihr Stoff-Taschentuch zücken, um sich den Schweiß von der Stirn zu wischen. 

Wer während dieser Hitzewelle Obus-Nutzer in Salzburg ist und in ein altes Exemplar des Gefährts einsteigt, wird viele dieser Gesten bestimmt wiedererkennen - und selbst ins Schwitzen kommen.

Eine Fahrt vom Hauptbahnhof in das Zentrum unserer Stadt und wieder zurück, zeigt, dass es sich lohnt, nach dem richtigen Bus Ausschau zu halten. Doch erst einmal heißt es, sich am Ticketautomaten anzustellen und eine Fahrkarte zu ziehen, gut 32 Grad hat es kurz nach Mittag bei den Busleisten. Galina aus Russland, die hier in Salzburg studiert, fährt mit der Linie 1 in Richtung Mirabellplatz - ein Obus der neueren Sorte. Glück gehabt, denn wer hier einsteigt, dem weht sofort ein frischer Wind entgegen. Die Klimaanlage ist voll aufgedreht, es herrscht eine angenehme Luft.

„Die Busse sind jetzt im Sommer nicht immer so voll“, bemerkt sie.  20 Personen sind in diesem Streckenabschnitt zugestiegen. Komplett anders sieht das Klima aber aus, wenn man einen Bus der älteren Generation erwischt.  Wer einsteigt, kommt sich schnell vor, als würde er sich in einer Sauna aufhalten. „Bloß nicht zu viel bewegen“, bringt es ein junger Mann auf den Punkt. Obwohl die Dachluken und alle Fenster geöffnet sind, spürt man kaum einen erfrischenden Luftzug. Schnell bilden sich die ersten Schweißperlen auf der Stirn.

Laura sitzt in der Linie 9, sie fährt vom Hanuschplatz bis nach Aiglhof. Trotz einem kurzen Top und einer kurzen Hose ist ihr in dem alten Bus viel zu heiß.

„Wenn ich es mir aussuchen kann, warte ich ab und versuche auf einen neuen Bus zu warten oder nehme gleich die Linie 28 von Albus. Dort sind alle Fahrzeuge gekühlt.“ 

Im rückwärtigen Bereich strahlt die Sonne auf die Sitze, schnell klettert das Thermometer auf 42 Grad.

Zum Schluss gab es einen Tipp von Albus-Fahrer Admir. Er weiß: „Man schafft es leider nicht, das ganze Fahrzeug komplett herunter zu kühlen, rückwärts befindet sich der Motor und wenn man die Türen öffnet, strömt auch warme Luft herein. Aber im mittleren Bereich des Busses ist es noch am kühlsten.“

 krone.at
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