Di, 23. Oktober 2018

Happy End steht bevor!

10.07.2018 12:58

Höhlen-Einsatz läuft: Drei weitere Buben gerettet

Die dramatische Rettungsaktion im Höhlendrama von Thailand steht kurz vor einem vor wenigen Tagen noch kaum für möglich gehaltenen Happy End. Spezialtaucher konnten am Dienstag in einem mehr als fünfstündigen Einsatz drei weitere Buben aus der überfluteten Tham-Luang-Höhle im Norden des Landes holen. Als elfter der zwölf Buben sei vor Kurzem der mit elf Jahren jüngste der Nachwuchs-Kicker gerettet worden, berichtete das thailändische Fernsehen. Damit harren nur noch zwei Mitglieder des Jugend-Fußballteams in der Höhle aus: ein Bursch und der Trainer. Der Einsatz soll bis zum Abend abgeschlossen sein.

Laut dem Gouverneur der Provinz Chiang Rai und Leiter des Krisenstabs, Narongsak Osottanakorn, wird der dritte Rettungseinsatz möglicherweise länger dauern als jene an den ersten beiden Tagen - also länger als elf Stunden. Denn neben den Eingeschlossenen müssen auch vier Retter aus der Höhle geholt werden. Unter ihnen ist ein australischer Mediziner, der ausharrte, um im Notfall Erste Hilfe leisten zu können.

Thailands Innenminister Anupong Paochinda sagte zum weiteren Vorgehen: „Unser ursprünglicher Plan war, jeweils vier Leute herauszuholen. Aber dann wäre nur noch einer übrig. Deshalb haben wir uns entschieden, heute fünf zu holen.“ Vermutet wird, dass als Letzter der Trainer geht. Der 25-Jährige hatte die Kinder trotz Warnungen in die Höhle hineingeführt, der jüngste der Buben ist erst elf Jahre alt.

Gerettete Buben sind wohlauf
Acht geretteten Buben, die sich bereits im Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Rai befinden, sind laut ihren Ärzten wohlauf. Zwei der Kinder haben sich mittelschwere Lungeninfekte zugezogen, hieß es bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Insgesamt seien die jungen Fußballer jedoch bei guter Gesundheit, keiner habe Fieber. Sie durften auch schon ihre Familien sehen. Alle acht sollen jedoch mindestens eine weitere Woche zur Beobachtung in der Klinik bleiben. Die Einladung des Weltfußballverbandes FIFA, beim WM-Finale am Sonntag dabei zu sein, werden sie damit nicht annehmen können.

Tech-Milliardär Musk bringt Mini-U-Boot vorbei
Der milliardenschwere Unternehmer Elon Musk hatte den Höhlenrettern am Dienstag vor Ort ein neu entwickeltes Mini-U-Boot zur Verfügung gestellt. Der 47-Jährige berichtete im Kurznachrichtendienst Twitter, dass er inzwischen selbst in dem Höhlenkomplex sei. Das U-Boot wurde auf den Namen „Wild Boar“ (Wildschwein) getauft. So heißt auch das Fußballteam. Die Taucher nahmen das Angebot offenbar nicht an. Musk hatte für seine Aktion auch Kritik geerntet - man warf ihm vor, sich in Szene setzen zu wollen.

Nach Angaben von Musk handelt es sich um ein winziges U-Boot in Kindergröße. Es sei leicht genug, um von zwei Tauchern getragen zu werden, äußerst robust und überdies so klein, dass es durch enge Lücken kommt. Ein Insasse müsse nicht schwimmen oder mit Sauerstoffflaschen umgehen können. Musk veröffentlichte ein Video, in dem Taucher das U-Boot in einem Pool in Los Angeles testen.

Gefährliche Rettung unter Wasser
Die Rettung des Fußballteams ist äußerst gefährlich. An manchen Stellen ist der Weg so eng, dass die Taucher ihre Atemluftflaschen abschnallen müssen. Darüber hinaus kann man im Wasser kaum sehen. Bei der Vorbereitung der Mission ertrank am Freitag ein erfahrener thailändischer Taucher. Jeweils zwei Retter nehmen die Burschen, von denen kein einziger richtig tauchen kann, ins Schlepptau. Alle tragen Taucheranzüge und sind mit Taucherbrillen ausgerüstet. Die Profis versorgen sie mit Luft.

Insgesamt sind an dem mittlerweile dritten Einsatz mehr als 1000 Retter beteiligt. Das Kernteam besteht aus 19 Spezialtauchern, der größte Teil von ihnen kommt aus dem Ausland, etwa aus Australien und Großbritannien. Die Rettungsaktion ist auch ein Kampf gegen die Zeit. Am Dienstag setzte in der Region an der Grenze zu Myanmar wieder heftiger Regen ein. In Südostasien ist gerade Monsun-Saison.

 krone.at
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