Di, 14. August 2018

„Verrücktes Erlebnis“

21.06.2018 20:06

Schweiz: 400 Touristen von Schweizer Berg geflogen

Einen Helikopter-Rundflug statt ihrem normalen Ausflugsprogramm haben 400 Touristen am Donnerstag nach einem Defekt der Schweizer Schilthornbahn absolvieren müssen. Diese war kurz nach dem Eintreffen der Kabine in der Bergstation Birg stehen geblieben. Da unklar war, wie lange die Behebung der Störung dauern würde, und zudem ein Gewitter drohte, entschied man sich, alle Touristen mit Hubschraubern auszufliegen. „Was für ein verrücktes Erlebnis“, beschrieb eine Betroffene das Abenteuer.

Gegen 11 Uhr bewegte sich die Schildhornbahn keinen Zentimeter mehr. Die Kabine stoppte in der Bergstation, die Touristen, die sich in der Bahn befanden, konnten normal aussteigen und blieben zu ihrem Glück nicht in der Luft stecken. Sie mussten schließlich, wie die Ausflügler auf dem Schilthorngipfel Piz Gloria, mit Hubschraubern ausgeflogen werden.

„Einige Leute hatten Angst oder ein mulmiges Gefühl, erstmals in einen Heli zu steigen. Aber gewehrt hat sich niemand“, schilderte Christoph Egger, Direktor der Schilthornbahnen, die Situation gegenüber dem „Blick“. Gegen 15.30 Uhr waren alle Menschen ins Dorf Mürren auf 1600 Seehöhe geflogen worden. „Inder, Chinesen oder Japaner, alte und junge Leute - wir brachte alle Passagiere sicher und ohne Probleme nach Mürren“, so Egger.

Der Piz Gloria und sein futuristisches Drehrestaurant gelangten dank James Bond zu Berühmtheit: Im Film „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ jagte George Lazenby als 007-Geheimagent den Bösewicht Ernst Stavro Blofeld.

Miriam Krammer
Miriam Krammer

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