Di, 25. September 2018

Rätsel um Zidane

01.06.2018 07:53

Nach „Erdbeben“ in Madrid: Folgt Wenger auf Zizou?

Zidane trat als Trainer Real Madrids zurück, könnte nach der WM französischer Teamchef werden. Präsident Perez: „Hätte ihn gerne für immer behalten“  Ex-Arsenal-Coach gilt als Favorit auf sein Erbe. 

Wenige Tage nach dem 13. Triumph in der Champions League erschütterte ein Erdbeben das glückselige Real Madrid. Trainer Zinédine Zidane, der die Elf zu drei Königsliga-Titeln in Serie geführt hatte, erklärte seinen Rücktritt. „Das ist der richtige Zeitpunkt“, erklärte Zizou.

Wird er nach der WM französischer Teamchef?
Die Entscheidung kam überraschend für fast alle. „Ich glaube, die Mannschaft braucht eine Änderung, eine neue Stimme, eine andere Methode“, versuchte Zidane zu erläutern, was ihn zu diesem Schritt veranlasst hatte.

Nach zweieinhalb Jahren, in denen er 104 von 149 Spielen, neben drei Champions-League-Titeln auch die Meisterschaft 2017 gewann. Kein Wunder, dass Real-Präsident Florentino Perez   alles versuchte, um Zidane zu halten. Vergeblich. „Er hat mich Mittwoch informiert, es ist ein trauriger Tag für Real“, so der 71-Jährige. „Zidane war sowohl als Spieler als auch Trainer derjenige, den ich am dringlichsten verpflichten wollte. Ich hätte ihn gerne für immer an meiner Seite.“

Zidanes Adieu wirft zwei große Fragen auf: Wo geht er hin? Wer folgt ihm nach? Die erstere scheint etwas leichter zu beantworten. Zidane selbst meinte zwar, dass er aktuell keine neue Aufgabe suche, doch scheint wahrscheinlich, dass er nach der WM Didier Deschamps (oben im Bild) als französischer Teamchef beerben könnte.

Pochettino wäre Wunsch
Für den Posten bei Real gibt es mehrere Anwärter. Seit längerem gilt Mauricio Pochettino als Wunschkandidat der Königlichen, doch der Argentinier verlängerte erst letzte Woche bei Tottenham.

Daher führen die Buchmacher Zidanes Landsmann Arsène Wenger, dem Real den Job schon wiederholt angeboten hatte, als Favoriten. Gefolgt von Nachwuchs-Coach Guti, Antonio Conte und Juventus-Trainer Massimiliano Allegri.

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