In Linz verurteilt

Deutscher missbraucht die Söhne seiner Bekannten

Als Freund der Familie - einer Mutter und ihrer drei Söhne im Alter von 7, 10 und 12 Jahren - gab sich ein Deutscher (37) aus. Immer wieder übernachteten die Kinder auch bei dem Paketzusteller und wurden dabei sexuell missbraucht. Alleine 50 Übergriffe auf den ältesten Buben klagte Staatsanwalt Paul Tumfart in Linz an.

Der Angeklagte vor der Linzer Richterin Ursula Eichler hat es geschafft, sich als vermeintlicher Freund in die Familie einzubringen. Trotz geringen Einkommens verwöhnte der Mann die Kinder seiner Bekannten mit teuren Geschenken oder Fahrten zu Fußball-Matches von Bayern München. „Ich wollte immer eine eigene Familie“, sagt der Angeklagte, der im Waisenhaus und bei Adoptiveltern aufgewachsen ist. Doch diesen Wunsch nach Nähe lebte er auf eine strafbare Weise aus.

Lebensbeichte
Beim Prozess in Linz legte der Mann, auf dessen Laptop auch Kinderpornos gefunden wurden, eine Lebensbeichte ab. Beschönte weder Diebstähle bei Lehrherren noch sexuelle Übergriffe, wegen derer er bereits in Deutschland verurteilt wurde. Als er zu seiner Stiefschwester nach Österreich zog, wollte er einen Neuanfang und sich als Paketzusteller selbständig machen. Von der Richterin nach der Zukunft befragt, sagt er: „Ich möchte eine Therapie machen. So etwas soll nie mehr vorkommen.“ Das Urteil:  drei Jahre Haft, nicht rechtskräftig.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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