Di, 19. Juni 2018

Polizei griff ein

27.05.2018 10:20

Rottweiler-Attacke in München: Fünf Verletzte

In Deutschland ist es erneut zu einer blutigen Hundeattacke gekommen: Die Polizei hat am Samstag am Münchner Hauptbahnhof einen Rottweiler erschossen, nachdem dieser fünf Menschen verletzt hatte. Der Hund hatte zunächst drei Passanten und dann zwei alarmierte Polizeibeamte angefallen, teilte eine Polizeisprecherin am Sonntag mit.

Die Besitzerin des Tieres, eine 26 Jahre alte Frau aus Berlin, hatte den eineinhalb Jahre alten Hund frei und nicht angeleint in einem Innenhof nahe dem Münchner Hauptbahnhof herumlaufen lassen. „Ein Passant entfachte offensichtlich den Jagdtrieb des Tieres“, so die Polizeisprecherin. Der Hund fiel den Mann an und biss zu.

Hundehalterin wollte sich davonmachen
Den Angaben zufolge griff sich die Frau danach den Hund und wollte sich mit ihrem Lebensgefährten im Auto davonmachen. Eine Zeugin alarmierte die Polizei und wollte die Personalien des Paares festhalten. Daraufhin ließ die Besitzerin das Tier nochmals ohne Leine aus dem Auto. Der Rottweiler attackierte sofort zwei weitere Menschen und ließ sich nicht bändigen.

Auch zwei Polizisten wurden gebissen
Als mehrere Streifen von Bundes- und Landespolizei eintrafen, gelang es den Beamten mit vereinten Kräften zunächst, den Hund an einer Mauer zu fixieren. Das Tier riss sich aber erneut los und biss einen 28 Jahre alten Beamten sowie einen 20-jährigen Bundespolizisten in Arme und Beine.

Tier durch mehrere Schüsse getötet 
„Daraufhin töteten die Kollegen den Hund mit mehreren Schüssen“, sagte die Sprecherin der Polizei. „Er musste nicht leiden.“ Passanten seien durch die Schüsse nicht in Gefahr gewesen. Alle Verletzten kamen zur ambulanten Behandlung ihrer Wunden ins Krankenhaus. Die 26-Jährige erwartet eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung. Rottweiler unterliegen in Bayern der Kampfhundeverordnung, ihre Aggressivität kann im Einzelfall aber durch ein Gutachten widerlegt werden.

Tödliche Attacken häufen sich
Die deutsche Polizei ist mittlerweile vorsichtig, da es in den vergangenen Monaten vermehrt zu tödlich endenden Attacken durch Kampfhunde gekommen ist: Im April sind zwei Menschen in Hannover ums Leben gekommen, nachdem sie ein Staffordshire-Terrier verletzte. Nur wenige Tage später kam es erneut zu einem dramatischen Vorfall in Hessen: Ein Kampfhund biss ein Baby in den Kopf. Der kleine Bub erlag wenige Stunden später in einem Spital seinen schweren Verletzungen. 

 krone.at
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