15.04.2004 16:37 |

Offene Wunden

Passivrauchen lässt Wunden schlechter heilen

Seit du Tag für Tag in einem Raucherbüro sitzt, heilt bei dir alles schlechter? Kein Wunder! Forscher der University of California haben herausgefunden, dass Passivrauchen kann die Heilung von Wunden verzögern kann. Für Zellen, die Rauch ausgesetzt sind, ist es demnach schwerer, sich in Richtung der verletzten Bereiche zu bewegen.
Diese Fibroblaste, die helfen, Zellen zu reparieren,werden klebriger und daher weniger beweglich. Ihr genetischerAufbau wird durch den Rauch verändert. Die Forscher gehendavon aus, dass die Auswirkungen beim Passivrauchen jenen beiaktiv Rauchenden gleichen.
 
Neben einer verzögerten Heilung wird diesesPhänomen auch für eine abnormale Vernarbung von Wundenbei Passivrauchern verantwortlich gemacht. Die Zellen bleibenlaut am Rand der Verletzung konzentriert und verhindern so, dasssich die Wunde richtig schließt. Das Team versetzte Zellkulturenmit Zigarettenrauch und erzeugte so eine Lösung, die dieHauptbestandteile von Passivrauch enthielt. Diese Lösungwurde in der Folge so lange verdünnt, bis sie die im Gewebevon Passivrauchern vorgefundenen Werte erreichte.
 
Wurde die Lösung Fibroblasten hinzugefügt,verlängerten sie sich und trennten sich von einander. Zusätzlicherhöhte sich die Anzahl der Punkte, an denen die Zelle ander Petrischale haftete. In einem weiteren Experiment wurde nachgewiesen,dass Fibroblaste, die in einem rauchigen Umfeld kultiviert wurden,weniger beweglich waren als andere Zellen.
 
Quelle: pressetext.austria
Freitag, 25. Juni 2021
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