Do, 24. Jänner 2019

General Commenda:

11.05.2018 16:52

„Österreicher sind auf Krisen nicht vorbereitet“

General Othmar Commenda, Generalstabschef des Bundesheeres, hat bei einem Vortrag in Linz einmal mehr auf die Notwendigkeit, sich auf Krisensituationen vorzubereiten, hingewiesen. „Wer hat heute noch eine Speis und ausreichend Lebensmittel für bis zu zwei Wochen zu Hause?“, so Commenda. Und weiter: „Die Österreicher sind auf Krisen überhaupt nicht vorbereitet.“

Die Verwundbarkeit der Lebensmittelversorgung aufzuzeigen - das war General Commenda bei seinem Vortrag in Linz im Rahmen der Veranstaltung „Agrar-Info-Exklusiv“ wichtig, berichten die „Oberösterreichischen Nachrichten“. Der Stabschef betonte dabei, dass es nicht etwa um eine militärische Bedrohung gehe, die Versorgungsengpässe herbeiführen könnte. Vielmehr seien Terrorismus und Cyberattacken die möglichen Auslöser einer Krise.

Bei „Blackout“ droht Chaos
Bei einem „Blackout“ - also einem flächendeckenden Stromausfall, etwa in der Folge eines Cyberangriffs - würde das Land im Chaos versinken. „Wir sind in diesem Punkt unheimlich verwundbar“, betonte Commenda. Umso wichtiger sei es auch für den Einzelnen, Vorkehrungen zu treffen. Denn ohne Vorräte würde es bei einem Ausfall von Kühlgeräten oder Heizungen schnell zur Krise kommen. Auch Lebensmitteltransporte gäbe es in einem solchen Fall nicht mehr. „Wir müssen die Menschen dafür sensibilisieren, dass es diese Gefahren nicht nur im Fernsehen oder weit weg gibt“, sagt Commenda.

Auch das Bundesheer muss auf derartige Bedrohungen vorbereitet sein: „Eine Armee, die sich selbst nicht mehr bewegen kann, kann keine Hilfe mehr sein.“ Commenda kritisiert daher den jahrelangen Sparkurs in Sachen Landesverteidigung. So gebe es etwa keine Tanklager mehr, die im Notfall speziell für Einsatzkräfte wie Polizei und Rettung unabdingbar wären. Die Überlegungen der türkis-blauen Regierung, dafür sogenannte Sicherheitsinseln einzurichten, sieht Commenda daher positiv. Kasernenstandorte sollen mit einer eigenständigen Energie- und Wasserversorgung sowie Vorrat an notwendigen Versorgungsgütern für einen längeren Zeitraum autark gemacht werden, um im Krisenfall die Blaulichtorganisationen und die Zivilbevölkerung rasch unterstützen zu können.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Kürzungen am Prüfstand
EU-Verfahren wegen Familienbeihilfe eröffnet
Österreich
Genug von Mama!
Tochter Shiloh will bei Angelina Jolie ausziehen
Video Stars & Society
Esterhazy vs. Ottrubay
Streit der Adelsclans um 800-Millionen-Vermögen
Burgenland
Erfreulicher Ausblick
Klirrende Kälte macht am Wochenende Pause
Österreich
„Gehören zu Aktivsten“
Jahresbilanz präsentiert: 12.611 Abschiebungen
Österreich
Drama in Wohnung
Gas ausgetreten: Ein Toter und ein Verletzter
Oberösterreich
Neun gesunde Welpen
Ausgesetzte Hündin ist Mama geworden
Tierecke
Top-Fahrt im Video
Kitz-Training: Reichelt top, Mayer im Glück
Wintersport
Drama um Kicker
Sala schon tot? Suche mit Flugzeug fortgesetzt
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.