So, 21. Oktober 2018

Weniger zentral prüfen

06.05.2018 08:47

NEOS-Chef Strolz fordert Reform der Zentralmatura

Die NEOS wollen die Zentralmatura neu gestalten. So sollen etwa künftig nur mehr die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch zentral abgeprüft werden, so Klubobmann und Bildungssprecher Matthias Strolz. In diesen Gegenständen soll wiederum nur ein für alle Schultypen „gemeinsamer Kern“ geprüft und dafür schulextern - also nicht von den Lehrern - korrigiert werden.

Derzeit gebe es an den einzelnen Schulstandorten sehr unterschiedliche Ausgangssituationen. „Wir sind der Meinung, dass daher die Zentralmatura so gestaltet werden muss, dass die Ergebnisse echte Vergleichbarkeit schaffen“, betonte Strolz.

Schulspezifische Inhalte sollen weiter möglich sein
Daher solle der zentral abgefragte Teil komprimiert werden - eben auf jene Fächer, die für eine Hochschulreife absolut notwendig sind. Die Aufgaben sollten für alle Schüler unabhängig von Schultyp und Spezialisierung gleich sein. Gleichzeitig sollten die Schulen die Möglichkeit erhalten, schultypen- und schulprofilspezifische Inhalte mit eigenen Aufgaben selbst abzuprüfen.

Wegfallen würden damit etwa die zentralen Reifeprüfungen in Italienisch, Spanisch, Französisch, Latein und Griechisch sowie die unterschiedlichen Versionen der Zentralmatura in den Fächern Mathematik und Englisch.

Bewertung durch eine Externe Einrichtung
Neu wäre die Bewertung nicht mehr durch die Lehrer, sondern durch eine externe Einrichtung, entweder durch das Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) oder eine neue Institution. Erst dadurch würden die Ergebnisse wirklich vergleichbar, betonte Strolz. Bei Umsetzung dieser Vorschläge stünde auch einer Veröffentlichung der Ergebnisse nichts mehr im Weg.

Bei der Matura selbst wiederum will Strolz der Medienkompetenz einen breiteren Raum geben: Diese soll zwar kein eigenes Prüfungsfach sein, aber ins Abprüfen der Pflichtfächer eingebunden werden. Ziel ist die aktive Nutzung bzw. Einbindung eines Laptops oder anderer internetfähiger Geräte während der Prüfung - etwa für eine Recherche zum Wahrheitsgehalt eines Textes.

Die heurige Zentralmatura wird am Montag mit den Klausuren in Spanisch sowie in den Minderheitensprachen Kroatisch, Ungarisch und Slowenisch fortgesetzt. Dienstag und Mittwoch folgen Englisch bzw. Mathematik.

 krone.at
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