Mo, 24. September 2018

Schauderhafter Fund

30.04.2018 08:28

Kinderopfer-Ritual: Massengrab in Peru entdeckt

Schauderhafter Fund in Peru: In einem Massengrab im Norden des Landes haben Archäologen aus Peru und den USA Knochenreste von mehr als 140 Kindern gefunden. Es könnte es sich um Überreste des größten Kinderopfer-Rituals der Welt handeln, heißt es in einem Beitrag der Zeitschrift „National Geographic“. Demnach wurden die Kinder vor rund 550 Jahren offensichtlich während einer Opfergabe der vorspanischen Kultur Chimu getötet.

Viele der gefundenen Skelette wiesen Schnitte am Brustbein auf, was auf eine rituelle Praxis zur Entnahme des Herzens schließen lässt, vermuten die Forscher. „Es handelt sich um eine Opfergabe in Form eines systematischen Rituals“, zitierte „National Geographic“ John Verano von der Tulane University in den USA. Laut ersten Erkenntnissen starben die Kinder in einem Alter zwischen fünf und 14 Jahren.

Brutale Opfergabe
Über die möglichen Gründe für die drastische Opfergabe kann der Anthropologe Haagen Klaus von der George Mason University nur spekulieren. Ihm zufolge könnten anhaltende Regenfälle die Ursache dafür gewesen sein. Die Chimus seien womöglich zu dem Schluss gekommen, dass ihre bisherigen Opfer nicht effektiv genug gewesen seien. „Die Menschen opfern, was für sie am wertvollsten ist“, so der Wissenschaftler.

UNESCO-Weltkulturerbe
Die Knochenreste wurden in dem Ort Huanchaquito-Las Llamas gefunden, die ersten bereits 2011. Unweit des Fundorts liegen die Ruinen der Stadt Chan Chan. Das UNESCO-Weltkulturerbe nahe der heutigen Stadt Trujillo an der peruanischen Pazifikküste gilt als Hauptstadt der Chimu-Kultur, die ihre Blütezeit zwischen den Jahren 1200 und 1470 gehabt haben soll.

 krone.at
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