Mi, 18. Juli 2018

4000 Anzeigen

15.04.2018 10:00

Koks & Co.: Drogen auch in Tirol Millionengeschäft

Marihuana, Kokain und Co.: Mit Drogen aller Art lassen sich für kriminelle Banden in Tirol Millionen verdienen. Die Polizei reagierte in den vergangenen Jahren mit einem verschärften Kontrolldruck. Um die 4000 Anzeigen gibt es jährlich. Interessant: Der Innsbruck-Anteil sank zuletzt deutlich.

Erst am Mittwoch gab die Innsbrucker Polizei die Zerschlagung von zwei kriminellen Dealer-Banden bekannt. Die Hauptdarsteller: Tschetschenen und Nordafrikaner. Die Gruppen sollen den heimischen Suchtgiftmarkt mit zumindest 18 Kilo Cannabis bzw. einem Kilo Koks versorgt haben. Gesamtwert: fast 300.000 €.

Keine Einzelfälle! Immer wieder gelangen der Polizei zuletzt empfindliche Schläge gegen die Szene. Teils ging es sogar um Drogen im Ausmaß von 50 bis 80 Kilo. Die Nachfrage ist also ganz klar gegeben - das betont auch die Polizei. Und genau das ist das große Problem. Denn solange sich mit Drogen Unsummen scheffeln lassen, wird auch gedealt. Kontrolldruck hin oder her: Wird ein Netzwerk gesprengt, steht meist schon das nächste vor der Tür...

3992 Anzeigen in Tirol
Tirolweit gab es im Vorjahr 3992 Suchtgift-Anzeigen - und damit in etwa gleich viele wie in den zwei Jahren zuvor. In Innsbruck ist die Zahl der Drogendelikte auf 1690 gesunken (minus 17 Prozent). Interessantes Detail: Mit Blick auf die Gesamttiroler Zahlen sank der Innsbruck-Anteil in den vergangenen Jahren kontinuierlich - und zwar recht deutlich von 53 Prozent im Jahr 2015 (2125 Fälle) auf nunmehr 42 Prozent.

Täuschen lassen darf man sich davon aber nicht. Es sei zwar schon ein Rückgang zu erkennen, so die Polizei, die Dealer würden sich aber oft auch nur aus dem öffentlichen Raum - z.B. in Wohnungen - zurückziehen.

Kameras im Rapoldipark
Die berüchtigte Nordafrikaner-Szene habe sich verkleinert. Innerhalb dieser Gruppe sank die Zahl der Anzeigen von 600 auf 300.
Als Drogen-Hotspot verschrien ist der Innsbrucker Rapoldipark. Mit einer neuen Beleuchtung und Videoanlage (60 Kameras) soll die Grünanlage nun sicherer gemacht werden.

Hubert Rauth
Hubert Rauth

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