Mo, 21. Jänner 2019

Korruptionsprozess

06.04.2018 10:24

24 Jahre Haft für Südkoreas Ex-Präsidentin

Südkoreas ehemalige Präsidentin Park Geun Hye ist am Freitag wegen Korruption, Machtmissbrauchs und anderer Vergehen zu 24 Jahren Haft verurteilt worden. Park habe Unternehmen zur Zahlung von Bestechungsgeldern in Höhe von 77,4 Milliarden Won (rund 59 Millionen Euro) gezwungen, hieß es in dem live im Fernsehen übertragenen Urteil. Neben der Gefängnisstrafe wurde Park auch zur Zahlung einer Geldstrafe in der Höhe von 18 Milliarden Won (rund 14 Millionen Euro) verdonnert.

Der Richter führte aus, dass die damalige Präsidentin drei Unternehmen - Samsung, Lotte und SK - zur Zahlung großer Geldsummen an Stiftungen gezwungen hatte, die von Parks langjähriger Vertrauter Choi Soon Sil kontrolliert wurden. Park war im März des Vorjahres von ihren Amtspflichten enthoben worden.

Angeklagte blieb Urteilsverkündung fern
Die 66-Jährige blieb der Urteilsverkündung fern. Seit Oktober des vergangenen Jahres boykottiert sie ihren Prozess, nachdem ein Gericht ihre Untersuchungshaft verlängert hatte.

Enkel des Samsung-Gründers ebenfalls verurteilt
Bereits im August 2017 war der Chef der südkoreanischen Samsung-Gruppe, Jay Y. Lee, wegen Korruption zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt worden. Nach Ansicht des Gerichts hat der Enkel des Firmengründers versucht, sich mit Schmiergeldzahlungen die politische Unterstützung der Regierung zu erkaufen.

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