Mo, 25. Juni 2018

Flucht vor Klimawandel

20.03.2018 09:07

Weltbank: 140 Mio. Menschen bis 2050 heimatlos

Dieser Weltbank-Bericht sollte weltweit die Alarmglocken schrillen lassen! Bis zum Jahr 2050 könnten mehr als 140 Millionen Menschen infolge von Klimakatastrophen heimatlos werden. Allein in der Subsahara-Region Afrikas könnte es 86 Millionen Klimaflüchtlinge geben, warnt die auf die wirtschaftliche Entwicklung von Staaten spezialisierte intarnationale Organisation in einer am Montag veröffentlichten Untersuchung. Weitere 40 Millionen Menschen könnten demnach in Südasien und 17 Millionen in Lateinamerika vertrieben werden.

Zu den akuten Fluchtursachen infolge des Klimawandels zählen Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion, Wasserknappheit und der Anstieg des Meeresspiegels. „Mit jedem Tag wird der Klimawandel zu einer größeren wirtschaftlichen, sozialen und existenziellen Bedrohung“, warnte Weltbank-Geschäftsführerin Kristalina Georgieva. Der Klimawandel sei bereits unaufhaltsam zu einem „Motor für Migration“ geworden, erklärte sie. Betroffen seien Individuen, Familien, aber auch ganze Gemeinschaften, die nach lebenswerteren Orten suchten.

Flucht vor Klimawandel ist bereits jetzt Realität
Doch es handelt sich nicht nur um eine Prognose, die bei Untätigkeit der Staatenwelt droht. In bestimmten Regionen sei die Flucht vor dem Klimawandel bereits Realität. Klimaflüchtlinge mischten sich bereits heute unter Menschengruppen, die aus politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Gründen auf der Flucht seien, heißt es in dem Bericht weiter.

Es sei allerdings davon auszugehen, dass die Zahl der Klimaflüchtlinge um 80 Prozent reduziert werden könnte, wenn die Politik „an mehreren Fronten“ tätig werde. Dazu zählten etwa die Verringerung der Treibhausgasemissionen, die Berücksichtigung von Migration in Entwicklungsplänen sowie Investitionen in die Untersuchung interner Klimafluchtprozesse.

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