So, 22. Juli 2018

Passiver Fahrstil

18.03.2018 06:00

Hat Rallye-Star wirklich zu wenig riskiert?

Ein zertrümmerte Skoda R5 und ein gebrochener Lendenwirbel lassen Rallye-Star Raimund Baumschlager nach seinem Unfall bei der Rebenland-Rallye über (zu passiven) Fahrstil sinnieren.

Ich hab’ mir nix gedacht, als das Auto bei etwa 130 km/h a’ bissl ausgebrochen und quer gestanden ist. Hab’s abgefangen – für mich war das schon erledigt", erzählte Raimund Baumschlager Samstag Nachmittag Als in der Südsteiermark um den Sieg bei der Rebenland-Rallye gekämpft wurde. Der 14-fache Staatsmeister aber seit rund 18 Stunden im UKH Graz auf Zimmer 18 der Unfallabteilung lag.

Extremer Schlag
Mit Prellungen – und einer Fraktur des ersten Lendenwirbels. “Den hab’ ich mir aber nicht beim Einschlag in die Bäume gebrochen, sondern wohl schon...“ Der 58-Jährige zögert, ehe er fortfährt: „Ich muss, als ich quer gestanden bin, auf ein Hinterrad oder auf die Bodenplatte einen extremen Schlag bekommen haben, jedenfalls ist mir der Schmerz da schon eingefahren, ehe wir fünf Meter Richtung Wald abgestürzt sind.“ Nachsatz: „Aber das kann schon mal passieren!“

Total zertrümmerter Skoda R5
Wobei es gottlob nicht oft passiert, dass der Rosenauer erst eine Narkose bekommen muss, um aus einem total zertrümmerten Skoda R5 geborgen werden zu können. Auffällig aber: Nach zwei heftigen Abflügen im Vorjahr war das Baumschlagers dritter schwere Rennunfall binnen einem Jahr, obwohl der Serienmeister ja selbst behauptet, dabei nie „auf der letzten Rille“ gefahren zu sein. Weshalb er sogar sagt: „Vielleicht muss ich das überdenken – denn immer wenn ich mir vornehm’, nicht alles zu riskieren, passiert etwas!"

Langfristige Folgen
Diesmal mit langfristigen Folgen: Weshalb Baumschlager nicht nur die von morgen bis Mittwoch geplanten VW-Testfahrten in Mexiko absagen musste. Was er schweren Herzens noch in der Nacht auf Samstag vom Spitalsbett aus tat.

Georg Leblhuber, Kronen Zeitung

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