Die Wiener reisten somit ohne den 31-Jährigen nach Tel Aviv, wo am Donnerstag das dritte Spiel der Europa-League-Gruppenphase gegen Hapoel auf dem Programm steht. Während die Hütteldorfer mit dem Verletzungspech hadern, hat Sturm-Heimfluch den Heimfluch beendet: Nachdem die Grazer seit dem 20. August in insgesamt fünf Heimpartien (Europacup und Liga) sieglos geblieben waren, klappte es gerade gegen Rapid wieder mit einem vollen Erfolg. Vor ausverkauftem Haus sicherte Jungstar Daniel Beichler den "Blackies" mit seinem Tor in der 56. Minute den Heimsieg und den Sprung auf Platz drei in der Tabelle - an Rapid vorbei.
Am Ende war es für Sturm trotzdem ein etwas schmeichelhafter Heimsieg, in einem von vielen Fehlpässen geprägten Spiel mussten die "Blackies" schon zur Pause mit dem 0:0 mehr als zufrieden sein. Die zuvor acht Runden lang ungeschlagenen Rapidler hätte angesichts der Vielzahl von Chancen in den ersten 45 Minuten schon fast vorlegen müssen. Besonders Solo-Spitze Jelavic erwies sich als permanenter Gefahrenherd für die nicht unbedingt sattelfeste Grazer Defensive.
Jelavic sorgt beständig für Unruhe
So nötigte der Kroate Sturm-Keeper Gratzei bereits in der 11. Minute zu einer ersten Glanzparade und sorgte nach einem Schuss, der Kandelaki unabsichtlich an der Hand traf (18.), für Elfmeteralarm. Eine Hereingabe von Drazan setzte Jelavic außerdem nur knapp über das Tor (32.). Die beste Chance für die Grün-Weißen ließ Sekunden vor dem Pausenpfiff aber Boskovic ungenutzt: Der spielfreudige Montenegriner lupfte den Ball nach einem Abspielfehler der Grazer allein vor Gratzei jedoch neben das Gehäuse. Gratzeis Gegenüber, Rapids doch noch fit gewordener Torhüter Helge Payer, erlebte dagegen zunächst einen geruhsamen Nachmittag.
Beichler schockt starke Rapidler
Der anstelle des noch rekonvaleszenten Haas an vorderster Front spielende Beichler sorgte mit einem Schuss an die Außenstange (48.) für einen wahrlich stürmischen Beginn in die zweite Spielhälfte. Acht Minuten später brach der Teamkicker nach idealer Vorarbeit von Samir Muratovic und Andreas Hölzl mit seinem siebenten Saisontreffer auch den Torbann. Rapid-Trainer Peter Pacult reagierte auf den Rückstand seines Teams nach einer Stunde Spielzeit und brachte mit Salihi für Drazan einen zweiten echten Stürmer. Die Hütteldorfer erwiesen sich aber weiterhin als zu ineffektiv in ihrer Chancenauswertung.
Strittige Szenen kurz vor dem Abpfiff
Zunächst gefährdete Sturm-Innenverteidiger Schildenfeld mit einem missglückten Abwehrversuch (70.) die Grazer Torsperre, danach setzte Salihi einen Kopfball (72.) nur knapp neben das für Rapid an diesem Tag vernagelte Tor. Erst am Ende überschlugen sich noch einmal die Ereignisse: In der 94. Minute wurde Salihi ein Treffer wegen Abseits zu Unrecht aberkannt, Jelavic sah wegen Schiedsrichter-Kritik daraufhin noch die Gelb-Rote Karte.
Sturm - Rapid 1:0 (0:0)
UPC-Arena, 15.300 Zuschauer, SR Schörgenhofer
Tor: Beichler (56.)
Gelb-Rote Karte: Jelavic (90.)










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