Jugendtreff als Tatort

14 Großdealer gefasst: Drogenspur in SPÖ-Zentrale

Unglaubliche Zustände herrschten offenbar jahrelang in einem SP-nahen Jugendtreff in Wels! 14- bis 16-jährige Jugendliche wurden dort laut Polizei von zwei Aufsichtspersonen (31 und 41 Jahre alt) zum Konsumieren und auch Dealen von Cannabis ermuntert. Diese Teenager wuchsen teilweise zu Großdealern heran, 14 wurden nun verhaftet und zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Insgesamt sollen sie mit 115 Kilo Marihuana gedealt haben!

Schwere Vorwürfe gegen einen 31-Jährigen und eine 41-Jährige, die in den Jahren 2014 und 2015 in einem SP-nahen Jugendtreff in der Bezirksparteizentrale in Wels als Aufsichtspersonen tätig waren: Das Duo steht im dringenden Verdacht, Jugendliche nicht vom Konsum von Cannabis abgehalten zu haben, vielmehr sollen die beiden die Teenager sogar dazu aufgefordert haben, Marihuana zu konsumieren. Das gaben die mittlerweile großteils Volljährigen bei ihren Befragungen bei der Polizei an. Doch nicht nur das: „Auch die ersten ‘Gehversuche‘ als Kleindealer fanden angeblich unter Duldung der beiden Erwachsenen statt“, berichtete die Exekutive.

115 Kilo Marihuana verkauft
Ein Teil der Jugendlichen war Ende 2017 mittlerweile als Großdealer tätig gewesen. 14  Verdächtige konnten ausgeforscht und festgenommen werden, wurden teils auch bereits rechtskräftig zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Drogenbande soll insgesamt 115 Kilo Marihuana an überwiegend österreichische Konsumenten verkauft haben.

Erwachsene als Anstifter
Nach den Aussagen der jungen Dealer konnten nun auch jene Aufsichtspersonen ausgeforscht werden, die die Teenager angestiftet hatten. Der 31-Jährige und die 41-Jährige wurden auf freiem Fuß angezeigt, verweigerten aber die Aussage. Die Ermittlungen laufen weiter.

FPÖ ortet „Skandal“
Die FPÖ Oberösterreich spricht von einem „Skandal“: “Die SPÖ kann die Gesundheit Ihrer Kinder gefährden. Ein ausgewachsener Skandal, der restlos aufgeklärt werden muss“, so LH-Vize Manfred Haimbuchner.

SPÖ sieht „Ablenkungsmanöver“
Für die oberösterreichische SPÖ-Landesgeschäftsführerin Bettina Stadlbauer handelt es sich um ein „plumpes Ablenkungsmanöver“ der FPÖ. Die SPÖ habe damals sofort reagiert, indem ein „paar auffällige Jugendliche“ des Hauses verwiesen worden wären: „Die angezeigten Anstifter waren nie bei der SPÖ angestellt.“ Sie überlegt eine Klage gegen Haimbuchner.

Jasmin Gaderer/Kronen Zeitung

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