Angriff auf Armee
Mehrere Tote bei Geiselbefreiung in Pakistan
Nach Angaben eines anderen Armeesprechers wurden bei der Erstürmung des Gebäudes etwa 25 Geiseln befreit und vier Rebellen getötet. Auch unter den Geiseln habe es "einige Verluste" gegeben. Während der Aktion waren auf dem Gelände schwere Explosionen und heftige Schießereien zu hören. Im Inneren des Gebäudes soll sich noch mindestens ein Aufständischer mit weiteren Geiseln verschanzt haben. "Die Lage wird sich hoffentlich bald klären", sagte der zweite Armeesprecher.
Hauptquartier der pakistanischen Armee angegriffen
Am Samstag hatten Extremisten das Hauptquartier der pakistanischen Armee mitten in den Vorbereitungen auf eine Militäroffensive gegen die Taliban angegriffen. Dabei starben nach Militärangaben sechs Soldaten, ein Unbeteiligter und vier Angreifer. Zwei Extremisten wurden verletzt festgenommen. Nach einem eineinhalbstündigen Feuergefecht flüchteten mehrere Angreifer allerdings und nahmen in einem nahe gelegenen Gebäude zahlreiche Soldaten sowie Zivilangestellte als Geiseln. Zunächst war von bis zu 15 Geiseln und von vier bis fünf Angreifern die Rede gewesen. Die Taliban hatten sich in einem Anruf beim Fernsehsender Geo zu dem Angriff bekannt.
Rawalpindi schon mehrfach Ziel von Angriffen
Die nun bei der Kommandoaktion zur Befreiung der Geiseln Getöteten hätten sich alle in einem Raum befunden, hieß es. Einer der Extremisten habe einen Sprengstoffgürtel umgebunden gehabt. Die Elitesoldaten hätten ihn aber erschossen, bevor er den Zünder habe betätigen können.
Erst am Freitag waren bei einem mutmaßlichen Selbstmordanschlag auf einen Bus in Peshawar 49 Menschen getötet worden. Am Montag hatte ein Selbstmordattentäter das Büro des Welternährungsprogramms (WFP) in der Hauptstadt Islamabad gestürmt und vier Menschen mit in den Tod gerissen. Auch die Garnisonsstadt Rawalpindi war bereits mehrfach Ziel von Anschlägen.
Taliban in Pakistan werden immer stärker
Die radikal-islamischen Taliban und die mit ihnen verbündeten Al-Kaida-Extremisten sind in den vergangenen Jahren auch in Pakistan immer stärker geworden. Derzeit bereitet sich die Armee auf eine Offensive gegen die Taliban in Süd-Waziristan im Grenzgebiet zu Afghanistan vor. Ein Zeitpunkt dafür steht aber noch nicht fest.
Der pakistanische Innenminister Rehman Malik sagte, die Anschläge von Islamabad, Peshawar und Rawalpindi hätten ihren Ausgangspunkt in Süd-Waziristan. "Jetzt hat die Regierung keine andere Möglichkeit mehr als eine Offensive zu starten", sagte Malik.











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