26.02.2018 12:38 |

Die nächste Bluttat

Steirerin (78) ermordet: Enkel und Ehemann in Haft

Erneut ist es in der Steiermark zu einer Bluttat gekommen: Eine 78-jährige Frau wurde von der Polizei tot im Schlafzimmer eines Einfamilienhauses entdeckt, sie dürfte ermordet worden sein. Der Enkel (22) und der Ehemann (75) des Opfers wurden festgenommen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Das Familiendrama ereignete sich in Mantscha in der Gemeinde Seiersberg-Pirka bei Graz. Eine Nachbarin hatte in der Früh bei der Polizeiinspektion Hitzendorf gemeldet, dass der 22 Jahre alte Enkelsohn der Pensionistin "durchdrehen" würde, hieß es seitens eines Sprechers der Exekutive. Als die Polizei vor Ort eintraf, entdeckte sie die tote 78-Jährige im Schlafzimmer der Einfamilienhauses. Ihr 75-jähriger Ehemann wies Verletzungen am Kopf auf, der 22-Jährige war unverletzt. 

Mordermittler am Zug
"Die Situation ist verworren", schilderte ein Polizist die Lage. Da seitens der beiden Männer wenige oder einander widersprechende Angaben über den Hergang der Ereignisse in dem Einfamilienhaus gemacht worden seien, wurden beide festgenommen, hieß es. Polizisten brachten den verletzten 75-Jährigen zur Versorgung seiner Wunden unter Aufsicht ins LKH Graz.

Die Mordgruppe des Landeskriminalamtes Steiermark hat die Ermittlungen übernommen. Fest steht bislang, dass als Tatwaffe mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Schusswaffe infrage kommt. Eine Obduktion der Leiche wurde angeordnet. Mantscha liegt südwestlich von Graz in hügeligem Gelände und ist von Landwirtschaft geprägt.

Handelt es sich um eine Nachahmungstat?
Erst am Samstag hatte ein Oststeirer seine beiden Geschwister getötet und seine Mutter lebensgefährlich verletzt. Der Amoktäter war mit einem Küchenbeil auf seine Verwandten losgegangen und hatte sich anschließend erhängt. Dass nur zwei Tage später erneut eine Bluttat unter Verwandten verübt wurde, könnte ein Hinweis auf eine Nachahmungstat sein, erklärte Psychiater Peter Hofmann, der bereits mehrfach als Gerichtssachverständiger tätig war. "Das ist wie ein Signal: Jetzt kann ich auch loslegen", so Hofmann.

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