Do, 19. Juli 2018

Land hat kein Geld

07.02.2018 18:30

Graz und Schladming halten an Olympia-Plänen fest

Es waren deutliche Worte, die der erkrankte Sport- und Finanzlandesrat Anton Lang am Dienstag im Landtag verlesen ließ: Dem Land fehlt, wie berichtet, das Geld für die Olympischen Winterspiele 2026! Schladming und Graz streben die Bewerbung dennoch an. In der Landeshauptstadt soll es in den nächsten Wochen eine große offene Bürgerversammlung zu diesem Thema geben.

Rückenwind für die Olympia-Pläne kommt aus Kärnten. Der dortige Landeshauptmann Peter Kaiser (SP) hat angeboten, die steirische Bewerbung zu unterstützen, etwa indem ein Teil des olympischen Eishockeyturniers in Kärnten ausgetragen wird. Damit ist die landespolitische Euphorie im Nachbarbundesland bereits größer als in der Steiermark, wo die Landesregierung bisher sehr schaumgebremst auf die Vision Olympia 2026 reagiert.

„Es tut mir leid, dass alle fragen, was das kostet, aber niemand, was uns Olympia bringt. Das vermisse ich vor allem bei den politisch Verantwortlichen“, sagt Schladmings Bürgermeister Jürgen Winter. Die Landtagsdiskussion am Dienstag habe aber grundsätzlich am Fahrplan nichts geändert.

In Graz soll der Beschluss im Gemeindrat am 15. März fallen. Davor wird es eine große Bürgerversammlung geben, heißt es aus dem Büro von Bürgermeister Siegfried Nagl. Eine Volksbefragung ist ja nicht vorgesehen (die KPÖ sammelt Unterschriften dafür).

Auch im Grazer Rathaus lässt man sich von der Absage durch Lang nicht entmutigen. Bis Ende März muss der „Letter of Intent“ beim Internationalen Olympischen Komitee sein, danach wird eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Im Laufe des Sommers sollen alle Zahlen auf dem Tisch liegen, im Oktober fällt die Entscheidung, welche Städte Bewerberstatus bekommen. Die Bewerberphase dürfte rund neun Millionen Euro kosten. Die Grazer Grünen werden heute im Gemeinderat einen Sonderkontrollausschuss für das Projekt beantragen.

Jakob Traby
Jakob Traby

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