Lautstarke Kritik

Ferrari will drei Autos pro Team

Sport
09.09.2009 14:55
In der Formel 1 wächst der Widerstand gegen die Pläne von Ferrari für den Einsatz eines dritten Autos in der kommenden WM-Saison. "Diese Idee ist nicht durchdacht", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Ferrari will bei der FIA die Erlaubnis erwirken, dass zumindest die Hersteller-Teams 2010 mit drei Boliden an den Start gehen dürfen. Williams-Teamchef Frank Williams bezeichnete den Vorstoß als ungesund für die Königsklasse.

Die Scuderia wollte das dritte Cockpit für einen weiteren Comeback-Versuch von Rekordweltmeister Michael Schumacher freihalten. Die Stammpiloten Kimi Räikkönen und Felipe Massa haben ohnehin noch gültige Verträge für das kommende Jahr.

Derzeit hat Ferrari zudem die Testfahrer Luca Badoer und Marc Gene sowie den unlängst verpflichteten Giancarlo Fisichella auf der Gehaltsliste. Auch ein Wechsel des zweifachen Weltmeisters Fernando Alonso von Renault zu Ferrari soll angeblich bevorstehen.

Pro und Kontra
"Aus unserer Sicht ist es zum Wohle der Formel 1, wenn die größten Teams drei Autos einsetzen. Das ist es, was die Fans wollen", sagte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali. "Die großen Marken mit den bekannten Fahrern bestimmen den Wert der Formel 1", erklärte der Italiener. Kritiker hingegen befürchten in diesem Fall eine verstärkte Dominanz der besten Rennställe. "Die zwei oder drei Elite-Teams mit enormen Ressourcen und fast unschlagbaren Autos könnten dann die ersten viereinhalb Startreihen besetzen. Als Nummer fünf der Hackordnung hätte man dann keine Chance mehr, vorn dabei zu sein", sagte etwa Sir Frank Williams.

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