Nach dem Dopingskandal in Turin 2006 hatte das ÖOC beschlossen, insgesamt 13 Betreuern künftig die Akkreditierung für Olympische Spiele zu verweigern. Im Falle des Quintetts wurde die im Juni 2007 verhängte Strafe nun zurückgenommen, ÖOC-Präsident Leo Wallner erwartet bei den Genannten auch keinen Einspruch des IOC. Nicht aufgehoben wurde die Sanktion jedoch u.a. im Fall des Biathlon-Sportdirektors Markus Gandler, des Arztes Peter Baumgartl, des Materialtechnikers Reinhard Neuner und des Langlauf-Trainers Gerald Heigl (Coach von Christian Hoffmann).
Keine Probleme mit öffentlichen Mitteln
Die von Sportminister Norbert Darabos angeregte externe Finanzprüfung der öffentlichen Mittel des ÖOC ergab laut ÖOC-Präsident Leo Wallner indes keine Mängel. Es sei in einem Zwischenbericht eine ordnungsgemäße Verwendung der Mittel bestätigt worden, erklärte Wallner. Der Endbericht werde in einigen Tagen vorliegen
Nicht-öfentliche Mittel Objekt von Untersuchung
Eine interne Revision der nicht-öffentlichen Mittel des ÖOC habe jedoch Mängel aufgezeigt. Wallner wollte sich nach der mehr als sechsstündigen Vorstandssitzung dazu aber nicht näher äußern. Ein Anwalt werde den Sachverhalt prüfen, sagte er. Der Vorstand des ÖOC war bei der Sitzung im Casino Baden mit einer Ausnahme vollzählig vertreten. Es fehlte nur das kooptierte Mitglied Darabos. Der Minister hatte vergeblich versucht, den Sitzungstermin, der mit seinem Urlaub kollidierte, zu verschieben.
Laut Wallner hat der ÖOC-Vorstand am Mittwoch auch eine Strukturreform beschlossen. Details wollte der frühere Casino-Chef nicht nennen. Das IOC-Mitglied erklärte, dass eine Kommission unter Vorsitz von Herbert Hübel bis 31. August konkrete Vorschläge erarbeiten solle.
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