Massa könne auch aufrecht sitzen und sprechen. Alles verlaufe extrem gut, hieß es auf der Ferrari-Seite. Während Vater Luis Antonio in Aussicht stellte, dass sein Sohn bereits am Donnerstag von Budapest nach Paris verlegt werden soll, soll Massa nach Ferrari-Angaben für die kommenden Tage noch im AEK-Hospital bleiben, ehe er überstellt werden könne. Am Mittwoch hat Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo seinen Piloten erneut besucht.
Spekuliert wird, dass Massa in Paris von Gerard Saillant weiter behandelt werden soll. Der Mediziner kümmerte sich auch schon um Massas ehemaligen Teamkollegen, den deutschen Rekordchampion Michael Schumacher, der 1999 in Silverstone bei einen Hochgeschwindigkeitsunfall verletzt worden war.
Ecclestone glaubt nicht an rasches Comeback
Formel-1-Rechtemitinhaber Bernie Ecclestone bezweifelt derweil, dass Massa noch in diesem Jahr ans Ferrari-Steuer zurückkehrt. "Es ist schwer zu sagen, ob er in diesem Jahr in der Lage sein wird zu fahren", sagte Ecclestone laut "autosport.com". Die Frage nach dem Ersatzmann für Massa ist weiter unbeantwortet. Während Ecclestone eine Rückkehr von Siebenfach-Weltmeister Schumacher bezweifelt, verdichten sich nach Ansicht der italienischen "La Gazzetta dello Sport" die Hinweise. Das nächste Rennen findet am 23. August in Valencia statt.
Keine Erinnerung an den Unfall
Massa kann sich offenbar nicht an seinen schweren Unfall erinnern. "Was ist passiert, warum bin ich hier?", hat er den diensthabenden Arzt im Budapester AEK-Krankenhaus gefragt. Am Montagnachmittag war Massa aus dem künstlichen Koma erwacht. "Wir müssen Gott danken, der ihn aus einer Situation gerettet hat, die fatal hätte enden können", wurde Massas Ehefrau Rafaela zitiert. "Jetzt geht es ihm gut und er wird sicher wieder seinen roten Rennwagen auf allen Pisten der Welt fahren", meinte sie.
Massa war am Samstag im Qualifying zum Grand Prix von Ungarn mit etwa 190 Stundenkilometern frontal in einen Reifenstapel gekracht, nachdem er zuvor von einer etwa 800 Gramm schweren Stahlfeder am Helm getroffen worden war. Die Metallspirale hatte sich vom Zentraldämpfer an Rubens Barrichellos Brawn-Mercedes gelöst.
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