Erik Meijer hat die Überheblichkeit des FC Bayern München bestraft und den Rekord-Gewinner schon im Viertelfinale aus dem DFB-Pokal geworfen. Durch ein Kopfball-Tor des Niederländers gewann Zweitligist Alemannia Aachen am Mittwoch vor 20.400 begeisterten Zuschauern 2:1.
Vier Tage nach dem laschen Auftritt beim 1:1in Frankfurt blieben die Münchner auch im zweiten Pflichtspieldes Jahres den Nachweis ihrer Klasse schuldig. Obwohl bis aufden erkrankten Ze Roberto in Bestbesetzung angetreten, präsentiertensich die Bayern eine Stunde lang geradezu lustlos, spielten ohneEngagement und ließen vor allem die Laufbereitschaft vermissen.
Bayern-Stars von der Rolle An Ballack im Mittelfeld lief das Spiel fast völligvorbei, Torjäger Roy Makaay machte gegen seinen BewacherAlexander Klitzpera praktisch keinen Stich. Und selbst NationaltorhüterOliver Kahn schien von der Verunsicherung seiner Teamkollegenangesteckt, als er den 30 m-Schuss von Blank zur Aachener Führungpassieren ließ.
Aachen spielte groß auf Ganz anders stellte sich die Alemannia ihren Fansvor. Der Zweitliga-Dritte zeigte keinen Respekt vor den großenNamen des Gegners, kämpfte um jeden Meter Boden und setztedie Bayern mächtig unter Druck. Emmanuel Krontiris (14./23.)hätte zum Mann des Abends werden können, verpasste aberbei zwei Großchancen die Führung für die Gelb-Schwarzen.Zunächst kam der Ex-Dortmunder nach einer flachen Hereingabeum Zentimeter zu spät, dann scheiterte er am toll reagierendenKahn.
Ausgleich vor der Pause Wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf die AlemanniaSekunden vor der Halbzeit der zu diesem Zeitpunkt völligunverdiente Ausgleich. Nach einer Flanke von Hasan Salihamidzickam Ballack unbedrängt zum Kopfball und ließ StephanStraub im Aachener Tor keine Chance. Auch im zweiten Durchgangmussten die Gäste lange auf ihre Möglichkeiten warten,doch angesichts der drohenden Pokal-Blamage ging dann doch einRuck durch das Team von Ottmar Hitzfeld.
Todesstoß in der Schlussphase In der 65. Minute parierte Straub einen Schuss vonMakaay, wenig später wehrte Aachens "Urgestein" Willi Landgrafeinen Kopfball von Ballack (72.) auf der Linie ab. Doch neun Minutenvor Schluss versetzte Meijer den Tivoli in einen Freudentaumel,als er Kahn zum zweiten Mal überwand.
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