Gleich mehrfach betonte der Jungspund, dass für ihn letztlich nur Siege und Titel zählen: "Es wird ein langer, harter Weg. Ziel ist es, immer und überall zu gewinnen, das auch im Hinblick auf die WM." Vor dem vierten Saisonlauf in Sakhir liegt Vettel mit zehn Punkten an dritter Stelle der Fahrerwertung mit noch deutlichem Rückstand auf das BrawnGP-Duo Jenson Button (21), der die beiden ersten Rennen gewann, und Rubens Barrichello (15). Also selbst im Fall eines Erfolges am Golf könnte er den englischen Spitzenreiter nicht überflügeln.
Brawn GP weiterhin das stärkste Team
"Unterm Strich ist Brawn GP das stärkste Team", stuft Vettel den Honda-Nachfolger als neue Nummer 1 ein, "aber das Jahr ist lang und besonders durch die große Revolution der Regeln kann noch viel passieren". Auch die derzeit hoffnungslos hinterherfahrenden großen Drei hat der Deutsche noch auf der Rechnung: "Wie bereits gesagt, die Saison hat gerade erst begonnen und es kann noch viel passieren. Zudem darf man Teams wie McLaren-Mercedes, Ferrari und BMW-Sauber niemals unterschätzen und abschreiben." Doch zumindest in Bahrain werden diese Teams wohl noch hinterherfahren.
Alle Details zum Kurs von Bahrain findest du auf krone.tv (siehe Infobox)!
Red-Bull-Racing hat "gutes Auto"
Red-Bull-Racing, im Vorjahr enttäuschender Siebenter der Konstrukteurs-WM, zählt für Vettel auf jeden Fall zu den Aufsteigern. "Ich denke, wir haben von Anfang der Saison an gezeigt, dass wir ein gutes Auto haben. Ich bin überglücklich darüber", betonte der Jungstar. Zwar startete das Riesentalent mit zwei "Nullern", unter anderem, weil er beim Auftakt in Australien in aussichtsloser Lage gegen den deutlich schnelleren BMW-Konkurrenten Robert Kubica seinen zweiten Platz verteidigen wollte und dabei sein Auto zerstörte: "Aber wir waren schnell genug, um ganz vorne mitzufahren."
Auf den Regen in China folgt die Hitze...
Bei prognostizierten 35 Grad will der Regen-Spezialist nun in Bahrain beweisen, dass er auch im Trockenen zu Top-Leistungen fähig ist. Allerdings sei die 5,412 Kilometer lange Strecke ganz anders als in China. "Top-Speed auf der Geraden ist wichtig, die Teams mit KERS (Kinetisches Energie-Rückgewinnungssystem) haben vielleicht einen Vorteil, Bremsen und Reifen müssen richtig eingesetzt werden, die Luft ist heiß und trocken", zählte Vettel die wesentlichen Unterschiede auf. "Fahrzeug und Fahrer werden sehr beansprucht. Wir müssen uns gut vorbereiten."
...oder ein unangenehmer Sandsturm
Die Vorbereitungen könnten im Extremfall aber auch unnötig sein, denn nach neuesten Angaben vom Donnerstag droht beim Start des vierten Saisonlaufs zur Formel-1-Weltmeisterschaft am Sonntag ein Sandsturm. "Starker Wind und Sandstürme im Rennen erwartet", titelte etwa die Zeitung "Bahrain Tribune". Andere Wetterdienste sagen für die Wüsteninsel Temperaturen um die 31 Grad, Windstärke 4 aus Nord und starke Bewölkung voraus.
Dass mit einem Sandsturm in diesen Breiten nicht zu spaßen ist, zeigten die Testreihen der Teams im Winter: Gleich drei Teams mussten wegen schlechten Wetters und Sandstürmen ihre Programme in der Golf-Region teilweise stoppen. Ferrari, Toyota und BMW-Sauber ließen ihre Fahrzeuge zwangsweise eineinhalb Tage in der Box. Da der Rettungshubschrauber wegen der widrigen Witterungsverhältnisse nicht starten konnte, waren Tests nicht erlaubt.
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