Ähnliche Probleme wie beim Straßenbau könnten auch beim Grundstückskauf für die eigentlichen Sportanlagen entstehen, hieß es. In Sotschi gibt es seit längerem Streit um Enteignungen sowie die Höhe der Entschädigungszahlungen für die Grundstücksbesitzer. Allerdings hätten die ersten Eigentümer inzwischen eine Kompensation erhalten, berichtete die Wirtschaftszeitung "Wedomosti" am Montag. Das Blatt wies darauf hin, dass für 6 der 14 Olympia-Anlagen noch keine Investoren gefunden worden seien.
Ausschreibungsfristen mehrfach verlängert
Wegen des Mangels an Interesse der Geldgeber seien die Ausschreibungen etwa für die Eisarena und den Sportpalast mehrfach verlängert worden. "Wir sind zum weiteren Dialog mit möglichen Investoren bereit", sagte der mit der Olympia-Planung betraute Vizeregierungschef Dmitri Kosak nach Angaben von "Wedomosti". Der Zeitung zufolge will die russische Entwicklungsbank VEB mit einem Kredit von 26 Milliarden Rubel (588 Mio. Euro) zur Deckung der diesjährigen Kosten einspringen.
Im Februar hatte die Regierung bekannt gegeben, von den für dieses Jahr veranschlagten 49,8 Milliarden Rubel (1,127 Mrd. Euro) würden zwei Drittel gestrichen. Kosak hatte eingeräumt, dass auch die Finanzkrise die Olympiaplaner "schmerzvoll" treffe. Zugleich hatte die Regierung darauf hingewiesen, wegen des krisenbedingten Preisverfalls bei den Rohstoffen 15 Prozent der Kosten einsparen zu können.
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