29.03.2009 09:40 |

"Earth Hour"

"Licht aus" in 4.000 Städten für den Klimaschutz

Für den Klimaschutz sind am Samstag rund um den Globus in vielen Städten die Lichter eine Stunde ausgeschaltet worden. Von den Chatham-Inseln im Pazifik über Neuseeland, Australien und Asien wanderte die "Earth Hour" zwischen 20.30 und 21.30 Uhr Ortszeit westwärts - auch der "Big Ben" in London präsentierte sich eine Stunde lang völlig unbelichtet. In allen Zeitzonen der Welt wollen sich insgesamt 4.000 Städte in 88 Ländern an der von den Vereinten Nationen unterstützten Aktion beteiligt haben, sagte "Earth Hour"-Direktor Andy Ridley von der Umweltorganisation WWF.
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An vielen symbolträchtigen Orten auf der Welt gingen bei der diesjährigen "Earth Hour" die Lichter aus, so an den Pyramiden in Ägypten, an der Athener Akropolis, dem Londoner Riesenrad und der Lichtermeile von Las Vegas. In Deutschland machten Hamburg und andere Städte bei der Aktion mit. "Die Earth Hour ist eine Möglichkeit für die Bürger der Welt, eine klare Botschaft zu senden" sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in einer Internet-Botschaft. Auch österreichische Städte wie Eisenstadt, St. Pölten, Salzburg und Innsbruck waren beteiligt.

Eiffelturm fünf Minuten im Dunkeln
In Paris fielen am Abend der Eiffelturm und Notre Dame ins Dunkel, der Eiffelturm aus Sicherheitsgründen aber nur fünf Minuten. Pünktlich gingen auch am Petersdom und am Kolosseum in Rom die Lichter aus. In Spanien wurden Lichter in allen 52 Provinzhauptstädten ausgeschaltet, auch der königliche Palast und das Parlament in Madrid, das Guggenheim-Museum in Bilbao und die Alhambra in Granada lagen im Dunkeln.

Sogar China schaltet das Licht aus
China, das bisher eine international fixierte verbindliche Schadstoffreduzierung ablehnt, beteiligte sich erstmals an der Aktion. In Peking wurde das Licht an den bekanntesten Olympiastätten des vergangenen Jahres, dem "Vogelnest"-Stadion und dem "Wasserwürfel" abgeschaltet. Auch die Millionenmetropole Shanghai machte mit, Hongkong verzichtete auf seine "Symphonie des Lichts", bei der Laser- und Lichtquellen von 44 Gebäuden aus die Victoria-Bucht illuminieren. In Kuala Lumpur fielen die Petronas-Zwillingstürme ins Dunkel, die zu den höchsten Gebäuden der Welt zählen.

Antarktis-Forscher beteiligen sich
Auf den Chatham-Inseln 800 Kilometer östlich von Neuseeland begann die "Earth Hour" mit dem Ausschalten von Dieselgeneratoren. In Auckland wurden etwas später auch die Lichter im höchsten Gebäude Neuseelands, dem Sky Tower, ausgeschaltet. In Sydney, sozusagen der Geburtsstätte der "Earth Hour" vor zwei Jahren, gingen auch die Lichter der berühmten Oper aus. Forscher der neuseeländischen Station Scott in der Antarktis schalteten ebenfalls alle nicht dringend benötigten Geräte aus.

"Earth Hour" erstmals 2007 in Sydney
Die "Erdstunde" wurde erstmals 2007 abgehalten - eine einzige Stadt, Sydney, beteiligte sich damals nur an dem symbolischen Lichtausschalten für mehr Umweltbewusstsein und der Forderung nach einem wirksamen internationalen Klimaschutzabkommen. Im vergangenen Jahr machten bereits 400 Städte mit. Mit der diesjährigen Aktion soll vor allem Druck auf die Kopenhagener Klimaschutzverhandlungen gemacht werden, bei denen es Ende des Jahres um ein Nachfolgeabkommen für das Umweltprotokoll von Kyoto geht. Dieses Abkommen, dem beispielsweise die USA nicht beitraten, läuft 2012 aus.

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