Innsbrucker Haie - KAC 1:3 (0:0, 0:2, 1:1)
Erwartungsgemäß hat der KAC den Einzug ins Semifinale geschafft. Die Kärntner waren an diesem Abend abgeklärter und ließen den Gastgebern keine Chance. Das erste Drittel war zwar sehr intensiv, Höhepunkte gab es aber kaum welche. Die besten Chance für die Hausherren hatte Bellissimo (9.), auf Klagenfurter Seite vergaben Craig (12.) und Shantz (20.) Einschussmöglichkeiten.
Nach anfänglichem Abtasten im zweiten Spielabschnitt wurde der Rekordmeister aus Kärnten immer stärker. Und mit einem Doppelpack innerhalb von 1:03 Minuten schaffte der KAC die Vorentscheidung. Zuerst war es Craig, der ein Hager-Zuspiel abschloss (26.), dann erzielte Herburger nach toller eigener Vorarbeit aus einem Gestocher das 2:0. Die Innsbrucker versuchten zu kontern, doch die Angriffe blieben Stückwerk.
Mit einem herrlichen "Backhander" erzielte Shantz das 3:0 (45.). Die Tiroler waren in Folge zu kraft- und ideenlos, der KAC konnte den Sieg locker über die Runde bringen. Der "Shorthander" von Vince Bellissimo zum 1:3 war nur noch Resultatskosmetik (58.).
Black Wings Linz - Villacher SV 2:0 (2:0, 0:0, 0:0)
Erneut stellten die Linzer ihre Heimstärke unter Beweis, blieben im Viertelfinale vor eigenem Publikum ungeschlagen. In einer sehr ausgeglichenen Partie mit hohem Tempo präsentierten sich die Kärntner phasenweise zwar sogar als leicht feldüberlegen, vor dem Tor aber glänzten die Linzer entgegen ihren bisherigen Auftritten im Viertelfinale mit Effizienz.
In der 12. Minute ließ Philipp Lukas nach Vorlage von Gerd Gruber VSV-Goalie Gert Prohaska mit einem herrlichen Schuss ins kurze Kreuzeck keine Chance, fünf Minuten später musste der Schlussmann der "Adler" nach einem Purdie-Versuch erneut hinter sich greifen.
Der VSV kämpfte bis zum Schluss um seine Chance auf ein Entscheidungsspiel, scheiterte aber mehrmals am bestens aufgelegten Linz-Goalie Alex Westlund. Auch mit etwas Glück brachten die Gastgeber den Sieg schließlich über die Runden und durften unter Berücksichtigung der gesamten Serie durchaus verdient über den Halbfinaleinzug jubeln.
Graz 99ers - Vienna Capitals 2:1 (1:0, 0:0, 1:1)
Außenseiter Graz 99ers setzte sich im sechsten Spiel der "best of seven"-Serie vor 4.000 Zuschauern in der ausverkauften Eishalle Liebenau am Sonntag mit 2:1 durch und glich damit in der Viertelfinal-Serie auf 3:3 aus. Die Entscheidung um den Halbfinal-Gegner von Meister Red Bull Salzburg fällt damit am kommenden Dienstag (19.15 Uhr) in der Bundeshauptstadt.
Die Capitals gingen ohne den verletzten Liga-Topscorer Pat Lebeau (Knie), aber mit den wiedergenesenen Dan Björnlie und Rafael Rotter in eine Partie mit echtem Play-off-Charakter. In einem von beiden Seiten impulsiv geführten ersten Drittel verzeichneten die Hausherren den besseren Start: Stefan Herzog bezwang in der 10. Minute Caps-Keeper Labbé zur Führung. Graz-Trainer Bill Gilligan hatte erneut auf Ex-Capitals-Goalie Charpentier vertraut, der Kanadier erwies sich wie beim Überraschungssieg in Wien am vergangenen Donnerstag als Sargnagel für die Caps.
So drückte der von rund 200 mitgereisten Fans unterstützte Zweite des Grunddurchgangs im zweiten Spielabschnitt zwar auf den Ausgleich, Charpentier war zunächst aber nicht zu bezwingen. Tony Iob (47.) legte sogar in Unterzahl nach, ehe Trevor Gallant (53.) eine heiße Schlussphase einleitete. In dieser schwächten sich die Wiener durch einen Doppelausschluss zunächst selbst, in der Schlussminute gelang der Mannschaft von Kevin Gaudet auch mit einem Mann mehr am Eis (Labbe draußen) kein Treffer.
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