Di, 21. August 2018

Attentat auf Minister

23.10.2008 15:49

13 Tote bei Explosion einer Autobombe in Bagdad

Bei einem Sprengstoffanschlag auf den Konvoi des irakischen Arbeits- und Sozialministers Mahmoud Mohammed al-Sheich Radhi sind am Donnerstag in Bagdad mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen, darunter drei seiner Leibwächter. Augenzeugen berichteten, der Minister selbst sei unversehrt geblieben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Aswat al-Irak wurden weitere 20 Menschen verletzt, als die in einem geparkten Auto versteckte Bombe detonierte. Al-Sheich Radhi ist parteilos und gehört der Schiiten-Allianz von Ministerpräsident Nuri al-Maliki an.

Die irakischen Sicherheitskräfte übernahmen am Donnerstag von den US-Truppen die Verantwortung für die Provinz Babylon. "Dies ist ein Beweis dafür, dass die irakischen Truppen jetzt eine Phase erreicht haben, in der sie die innere Sicherheit selbst garantieren können", sagte der nationale Sicherheitsberater Muwaffak al-Rubai vor den Teilnehmern der Übergabezeremonie in Babylon.

Al-Rubai kündigte an, die östlich von Babylon gelegene Provinz Wasit werde in einigen Tagen ebenfalls der irakischen Armee und Polizei unterstellt. Babylon ist die zwölfte von insgesamt 18 Provinzen, in denen nun offiziell die irakischen Sicherheitskräfte die Verantwortung tragen.

Ein Ende des Streits um das geplante Truppenstationierungsabkommen zwischen den USA und dem Irak ist nicht abzusehen. Der irakische Innenminister Jawad al-Bolani verbat sich am Donnerstag bei einer Regionalkonferenz in Amman, jede Einmischung der Nachbarstaaten: "Dies ist eine rein nationale Angelegenheit und deshalb können wir keine Einmischung gebrauchen, die unseren Interessen schadet."

Vorwurf: Iran schüre "ideologischen Konflikt" in der Region
Dem Iran, der die Verabschiedung des Abkommens über die Zukunft der US-Truppen im Irak nach Ende 2008 hintertreibt, warf Al-Bolani indirekt vor, er schüre einen "ideologischen Konflikt" in der Region.

Aswat al-Irak berichtete unter Berufung auf die Polizei, US-Soldaten hätten am Donnerstag in der nordöstlich von Bagdad gelegenen Stadt Bakuba versehentlich eine Frau erschossen. 16 Menschen

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