Im zweiten Drittel, das mit 2:0 endete, sei die ÖFB-Mannschaft "effektiver" als im ersten Abschnitt gewesen, im Abschluss-Drittel hätte der Kombinationsfluss am besten funktioniert. "Aber im Endeffekt ging es darum, zu sehen, wie die Spieler gegen einen Gegner, der respektabel gespielt hat, in Form sind", sagte der Coach, der Stranzl je ein Drittel in der Innenverteidigung und im defensiven Mittelfeld aufstellte. "In seiner gewohnten Position in der Abwehr hat er sich wohler gefühlt", konstatierte "Hicke".
Ein Spieler ist für Hickersberger schon fix
Noch weitere Aufschlüsse hat Hickersberger aus dem Kuba-Match, bei dem die angeschlagenen Markus Weissenberger, der das leichte Lauftraining am Samstagvormittag wegen seines Muskelfaserrisses abbrechen musste, sowie Christoph Leitgeb und Andreas Ibertsberger fehlten, gewonnen. "Ich habe danach entschieden, dass ein Spieler fix bei der EM dabei ist, weil er wirklich gut drauf ist", erklärte der 60-Jährige, ohne einen Namen zu nennen. Im Gegensatz dazu habe keiner einen derart schlechten Auftritt hingelegt, dass er seine EM-Hoffnungen ad acta legen müsse.
Spiel der letzten Chance gegen Nigeria
Kicker und Trainer kehrten Lindabrunn Samstagmittag den Rücken und treffen einander am Sonntagnachmittag in Graz wieder, wo am Dienstag Nigeria (noch wenige hundert Restkarten erhältlich) und Malta (bisher 12.000 Tickets verkauft) als Gegner warten. Das ist auch die letzte Chance für die Wackelkandidaten, sich für die EM aufzudrängen. "Es wird sicher Entscheidungen geben, die eng sind und bei denen es Diskussionen im Trainerstab geben wird", kündigte der Teamchef an. Laut Hickersberger ist ein EM-Stamm von "16, 17 Spielern" fix.
Gute Spiele für gute Stimmung in Österreich
"Jetzt geht es darum, zu sehen, wer gut dazu passt." Hickersberger erhofft sich von dieser Partie aber auch eine Initialzündung, was die Stimmung im Land betrifft. "Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft gegen Nigeria und dann auch am Freitag gegen Malta guten Fußball spielt, und dass diese Partien auch die Chance sind, die Euphorie noch einmal richtig anzukurbeln. Wir haben die Verpflichtung, in diesen Spielen mit einem Einsatz und Willen wie bei der EM aufzutreten", erklärte der Teamchef.
Ex-Nigeria-Coach Vogts als Ratgeber
Zur Aufstellung gegen die Afrikaner wollte der Nationaltrainer noch keine Angaben machen, fest steht nur, dass Jürgen Macho zwischen den Pfosten stehen wird. "Nach dem Nigeria-Match sehen wir dann weiter", sagte Hickersberger zur Goalie-Frage, in der er schon "gewisse Tendenzen" hat. Informationen vom Dienstag-Gegner besorgt sich Hickersberger von Berti Vogts, der im Februar als nigerianischer Teamchef den Hut genommen hatte und mittlerweile Nationaltrainer von Aserbaidschan ist. "Ich habe mit ihm am Freitag telefoniert und werde noch einmal mit ihm reden, wenn der Nigeria-Kader feststeht", verriet Hickersberger.
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