So sehen die Ergebnisse im Detail aus: Am wahrscheinlichsten (13,9 Prozent) ist laut WU-Prognose ein Finale zwischen Deutschland und Spanien, das von den Deutschen mit einer Wahrscheinlichkeit von 55 Prozent gewonnen wird. Griechenland werden mit 3,4 Prozent nur geringe Chancen eingeräumt, den Titel erfolgreich zu verteidigen.
Die Chancen auf den Titelgewinn in Prozent
Im Gegensatz zu zwei bekannten Rating-Systemen, dem FIFA- und dem Elo-Rating, hat nach Ansicht des Studienautors Christoph Leitner der Heimvorteil einen positiven Einfluss auf die Titelchancen der Gastgeberländer Österreich und Schweiz. Die Wahrscheinlichkeiten sind allerdings dennoch eher gering und liegen bei der Schweiz bei 4,0 Prozent und bei Österreich mit 1,3 Prozent am geringsten von allen antretenden Mannschaften.
Laut Leitner sehen FIFA- und Elo-Rating - im Gegensatz zu den WU-Statistikern - Italien als EURO-Favorit. In der WU-Studie hat der amtierende Weltmeister allerdings mit 10,6 Prozent eine deutlich geringere Chance das Turnier zu gewinnen.
Klar zeigte die Studie auch den Einfluss der Gruppeneinteilung für die Vorrunden: So seien die vier Teams der sogenannten "Todesgruppe" C (Italien, Frankreich, Niederlande, Rumänien) klar benachteiligt, während Deutschland Losglück hatte und in der "klar leichtesten Vorrundengruppe antritt", so Leitner. Damit würden die Titelchancen der Deutschen im Vergleich zu einer anderen Gruppenzuteilung oder zu einer Meisterschaft, bei der jedes Team zumindest einmal gegen jedes andere Team antritt, deutlich steigen.
Neue Berechnungsmethode
Wie Leitner vom Department für Statistik und Mathematik erklärte, wurde bei der Studie eine neue Methode für eine Titelprognose verwendet. Statt historischer Daten, wie sie etwa beim FIFA-Rating zum Einsatz kommen, verwendeten die WU-Statistiker als Ausgangsbasis für ihre statistische Prognose die Wettquoten von 45 internationalen Buchmachern, die für den Fall eines Titelgewinns ausbezahlt werden.
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