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26.09.2016 - 05:46
Japans Kaiser Akihito
Foto: APA/AFP/IMPERIAL HOUSEHOLD AGENCY

Japan: Abdankung des Kaisers (82) deutet sich an

08.08.2016, 10:47

Erstmals in der jüngeren Geschichte Japans deutet sich die Abdankung eines Kaisers an. In einer seltenen Fernsehansprache hat der 82- jährige Monarch Akihito am Montag erklärt, seine Kraft lasse allmählich nach. Er sei besorgt, ob er seine Pflichten wie bisher erfüllen könne. Der Kaiser hat bereits eine Herzoperation hinter sich und wurde wegen Prostatakrebs behandelt.

Akihito erklärte allerdings nicht, abdanken zu wollen. Dies könnte als unzulässige Einmischung in die Politik verstanden werden. Der öffentlich- rechtliche Sender NHK hatte jedoch bereits im Juli berichtet, Akihito wolle in wenigen Jahren abdanken. Der japanische Kaiser verfügt über keine politische Macht. Er ist aber laut Verfassung ein Symbol für den Staat und für die Einheit des Volkes.

"Ich bin besorgt, dass es für mich schwierig wird, meine Aufgaben als Symbol des Staates mit voller Kraft zu erfüllen, wie ich das bis jetzt getan habe", sagte der Kaiser am Montag. Manchmal fühle er "verschiedene Einschränkungen", etwa durch seine "körperliche Fitness". Japans Ministerpräsident Shinzo Abe sagte, er nehme die Äußerungen des Kaisers "ernst" und werde darauf reagieren. "Angesichts der Pflichten des Kaiser sowie seines Alter und der Last müssen wir schauen, was wir tun können", sagte der Regierungschef.

Erst die zweite Ansprache des Kaisers an die Nation
Es war erst die zweite direkte Ansprache des in der Bevölkerung hoch angesehenen Kaisers an die Nation. Das erste Mal hatte sich Akihito, der seit 1989 Kaiser ist, im März 2011 an die Nation gewandt, nachdem ein Tsunami und ein Erdbeben schwere Verwüstungen angerichtet und zur Explosion des Atomkraftwerks in Fukushima geführt hatten.

Akihito hat seine Verpflichtungen als Monarch zuletzt zurückgefahren und wird öfter von Kronprinz Naruhito vertreten. Der 56- Jährige hat eine Tochter. In der offiziellen Thronfolge kommt danach Naruhitos Bruder Akishino und dann sein Neffe, der neunjährige Hisahito.

Kaiser Akihito (re.) mit dem Kronprinzen Naruhito
Foto: AFP

Japanische Kaiser wurden früher als gottgleich verehrt. In der modernen Geschichte des Landes kam es noch nie vor, dass einer der Monarchen abdankte. Während Umfragen zufolge die meisten Japaner Verständnis für einen derartigen Schritt hätten, sind viele Konservative von Regierungschef Shinzo Abe dagegen. Sie fürchten eine Debatte darüber, ob auch Frauen den Thron besteigen dürfen, da das einzige Kind von Kronprinz Naruhito seine 14- jährige Tochter Aiko ist. Dies wäre für Traditionalisten ein Tabubruch, auch wenn das Land in früheren Zeiten auch schon Kaiserinnen hatte.

08.08.2016, 10:47
AG/red
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